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Live im TV: Putin-Sprecher begründet Kiew-Rückzug - und gibt „bedeutende Verluste“ Russlands zu

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Von: Patrick Mayer

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In einem TV-Interview mit dem britischen Sender Sky News gesteht der Sprecher von Putin erstmals live hohe russische Verluste im Ukraine-Krieg ein.

München/Moskau - Im Russland-Ukraine-Krieg* lassen sich die gegenseitigen Informationen nur schwer überprüfen und verifizieren. Seit Wochen jedoch mehren sich die Berichte, dass die russischen Invasionstruppen seit ihrem Einmarsch in das westliche Nachbarland erhebliche Verluste an Soldaten* hinnehmen mussten.

Ukraine-Krieg: Russland gesteht „bedeutende Verluste“ ein

Das Online-Medium The Kyiv Independent berief sich am Donnerstag (7. April) auf die ukrainischen Streitkräfte und bezifferte die russischen Verluste auf 18.900 getötete oder verwundete Soldaten. Zudem habe die Armee von Moskau-Machthaber Wladimir Putin mittlerweile 698 Panzer, 150 Flugzeuge und 135 (Kampf-) Hubschrauber verloren. Hinzu kämen angeblich 1891 zerstörte oder erbeutete gepanzerte Militär-Fahrzeuge. Die letzte offizielle russische Zahl getöteter und verwundeter Soldaten lag bei über 1300.

Ein Beispiel für die russischen Rückschläge: Am Dienstag hatte die Einheit „Karpatska Sich“ der ukrainischen Territorialverteidigung ein Drohnen-Video veröffentlicht, das zeigen soll, wie ein einzelner ukrainischer T-64-Panzer mehrere russische Schützenpanzer vom Typ BTR-82A östlich von Kiew vertreibt und dabei ein Militärfahrzeug in Brand schießt. Erstmals hat nun ein hochrangiger Vertreter der russischen Regierung öffentlich in einem Interview „bedeutende Verluste“ aus russischer Seite eingestanden.

Russland-Ukraine-Krieg: Putin-Sprecher erklärt Rückzug vor Kiew

„Wir haben bedeutende Verluste unter unseren Truppen. Das ist eine große Tragödie für uns“, erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow im Gespräch mit dem britischen Fernsehsender Sky News. Eine Zahl nannte der enge Vertraute von Wladimir Putin* dabei jedoch nicht. Nachfragen des Reporters wich Peskow aus.

Er ging stattdessen auf den Rückzug russischer Truppen in der Nordukraine vor der Hauptstadt Kiew (rund 2,8 Millionen Einwohner) und rund um die Großstadt Tschernihiw (rund 285.000 Einwohner) ein. Peskow nannte diesen Abzug ein angebliches „Zeichen des guten Willens während der Verhandlungen zwischen der russischen und der ukrainischen Delegation. Es war ein Zeichen des guten Willens, um die Aufmerksamkeit von diesen beiden Regionen zu nehmen und um zu zeigen, dass Russland wirklich bereit dazu ist, komfortable Bedingungen für die Fortsetzung der (Friedens-) Verhandlungen zu schaffen“.

Ukraine-Krieg: Russland zog Truppen vor Kiew und aus dem Norden zurück

Es war auch das erste Mal, dass die russische Regierung im Ukraine-Konflikt* versuchte, den Rückzug einer riesigen Militärkolonne vor Kiew zu argumentieren. (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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