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Der ukrainische Außenminister Andrii Deshchytsia heißt US-Vizepräsident Joe Biden (l.) willkommen.

Ukraine-Krise

US-Vizepräsident Biden in Kiew eingetroffen

Kiew - Vor dem Hintergrund neuer Gewalt im Osten der Ukraine ist US-Vizepräsident Joe Biden zu einem zweitägigen Besuch in dem Krisenland eingetroffen.

Biden landete am Montagnachmittag am Flughafen der ukrainischen Hauptstadt Kiew, wie ein AFP-Reporter berichtete. Bidens Besuch wird als Unterstützung der USA für die Übergangsregierung gewertet, die sich mit einem Aufstand prorussischer Aktivisten im Osten des Landes konfrontiert sieht. Am Dienstag sind Treffen mit Interimspräsident Oleksander Turtschinow und Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk vorgesehen.

Nach einer Übereinkunft der Ukraine und Russlands zur Entschärfung der Krise am Donnerstag hatte am Wochenende neue Gewalt die Hoffnung auf eine schnelle Lösung des Konflikts zunichte gemacht. In der Nacht zum Sonntag starben mindestens zwei Menschen bei einer Schießerei nahe der ostukrainischen Stadt Slawjansk. Prorussische Aktivisten machten die rechtsextreme ukrainische Bewegung Prawy Sektor für die Schießerei verantwortlich. Der selbsternannte "Bürgermeister" von Slawjansk forderte Russland zur Entsendung von Friedenstruppen und Waffen auf.

Die Außenminister der Ukraine und Russlands hatten sich am Donnerstag in Genf auf ein Abkommen. Bei dem Treffen mit US-Außenminister John Kerry und der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton wurde die "Entwaffnung illegaler bewaffneter Gruppen" sowie die Räumung besetzter Gebäude und eine Amnestie beschlossen. Nach dem tödlichen Vorfall von Slawjansk warf der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag der Übergangsregierung in Kiew einen Verstoß gegen die Genfer Vereinbarung vor.

Gewalt & Protest: Unruhen im Osten der Ukraine

Gewalt & Protest: Unruhen im Osten der Ukraine

AFP

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