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Ukraine-Krieg: Scholz reist wohl nach Kiew - „längst überfällig“ laut CDU-Mann

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) soll offenbar eine Reise nach Kiew
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) soll offenbar eine Reise nach Kiew planen (Archivbild, 2021). © Xander Heinl/photothek.de / Imago

Bundeskanzler Olaf Scholz stand in der Kritik, da er seit Kriegsbeginn noch nicht in die Ukraine reiste. Nun soll es konkrete Reisepläne geben – und er ist nicht allein unterwegs.

Update vom 12. Juni, 11.02 Uhr: Ein „längst überfälliges Zeichen der Solidarität“: So hat CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat eine mögliche Ukraine-Reise Scholz‘ (siehe Erstmeldung) bezeichnet. „Ich hoffe, damit sind auch zwei weitere Botschaften verknüpft: die Unterstützung des EU-Kandidatenstatus‘ und die Bereitschaft mit westlichen schweren Waffen zu helfen“, sagte Kiesewetter dem Fernsehsender Welt.

Deutschland und der Ukraine-Krieg: Bundeskanzler Scholz will offenbar nach Kiew reisen

Erstmeldung vom 11. Juni: Kiew/Berlin – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) musste seit Beginn des Ukraine-Krieges einiges an Kritik einstecken. Zu zögerliche Waffenlieferungen lautete etwa der Vorwurf vonseiten der Union. Auch die Tatsache, dass der Kanzler – im Gegensatz etwa zu Außenministerin Annalena Baerbock – noch nicht in die Ukraine gereist war, wurde kritisiert. Nun soll es nach BamS-Informationen aber konkrete Reisepläne geben.

Scholz reist in die Ukraine: Das ist über die Reisepläne bekannt

Bundeskanzler Olaf Scholz will offenbar noch vor dem G7-Gipfel Ende Juni in die Ukraine reisen. Das geht aus einem Bericht der Bild am Sonntag hervor. Demnach will der Kanzler die Reise nicht allein antreten, sondern wird Kiew mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron sowie dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi besuchen. Der Zeitpunkt sei deshalb so gewählt, da Macron erst nach den französischen Parlamentswahlen in die Ukraine reisen wollte, heißt es im Bericht weiter.

Außenministerin Annalena Baerbock war Mitte Mai das erste Mitglied der Bundesregierung, das den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach Kriegsbeginn in der Ukraine traf. Kürzlich kündigte auch Finanzminister Christian Lindner eine Kiew-Reise an. Auch Unions-Chef Friedrich Merz sowie Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatten die Ukraine bereits besucht.

Ukraine-Konflikt: Reise des Bundeskanzlers nach Kiew kommt zu taktischem Zeitpunkt

Olaf Scholz war schon mehrfach in die Ukraine eingeladen worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj etwa hatte gesagt, er würde den Bundeskanzler gerne am 9. Mai in Kiew begrüßen. Scholz hatte betont, dass es bei einem Besuch vor Ort darauf ankomme, dass konkret etwas vorangebracht werde. „Ich werde mich nicht einreihen in eine Gruppe von Leuten, die für ein kurzes rein und raus mit einem Fototermin was machen. Sondern wenn, dann geht es immer um ganz konkrete Dinge“, so der Bundeskanzler Mitte Mai gegenüber RTL.

Die Ukraine versucht indes, russischen Angriffen standzuhalten. Die strategisch wichtige Industriestadt Sjewjerodonezk ist derzeit die letzte Großstadt im Gebiet Luhansk, die sich noch nicht vollständig unter russischer und prorussischer Kontrolle befindet. Entsprechend groß dürften die Hoffnungen auf ukrainischer Seite sein, dass der deutsche Bundeskanzler und seine Amtskollegen aus Italien und Frankreich bei ihrer Reise in die Ukraine schwere Waffen mit im Gepäck haben. Auch eine EU-Mitgliedschaft des Landes ist derzeit im Gespräch. Derzeit befindet sich EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen in Kiew und spricht mit dem ukrainischen Präsidenten über einen möglichen EU-Beitrittsantrag.

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