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First Lady Biden besucht überraschend die Ukraine – und trifft Selenskyj-Ehefrau zu erstem öffentlichen Auftritt

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Von: Anna-Katharina Ahnefeld

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Den Muttertag habe sie in der Ukraine verbringen wollten, so erklärt First Lady Jill Biden ihren überraschenden Besuch.

Uschorod - Am Muttertag: Die Ehefrau von US-Präsident Joe Biden, Jill Biden, hat am Sonntag (8. Mai) überraschend die Ukraine besucht. Mitreisende US-Journalisten berichteten, die First Lady sei am Sonntag von der Slowakei aus in die Ukraine eingereist und knapp zwei Stunden dort geblieben. In der Stadt Uschorod sei sie mit Geflüchteten zusammengekommen. Sie habe außerdem in der als Unterkunft für Geflüchtete genutzten Schule Olena Selenska, die Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, getroffen. Biden und Selenska hätten rund eine Stunde lang ein bilaterales Gespräch geführt. Bemerkenswert: Es ist der erste öffentliche Auftritt von Selenska seit Beginn des ukrainischen Angriffskrieges. Einem Bericht der New York Times zufolge, umarmten sich die beiden Frauen zur Begrüßung, Jill Biden überreichte Olena Selenska einen Blumenstrauß.

Jill Biden sagte den mitreisenden Journalisten zufolge: „Ich wollte zum Muttertag kommen. Ich dachte, es sei wichtig, dem ukrainischen Volk zu zeigen, dass dieser Krieg aufhören muss.“ Die USA stünden an der Seite der Ukraine. Selenska habe Biden für den „mutigen“ Besuch gedankt und über einen Übersetzer gesagt: „Denn wir verstehen, was es für die First Lady der USA bedeutet, während eines Krieges hierherzukommen, wo jeden Tag Militäraktionen stattfinden, wo auch heute noch jeden Tag die Luftsirenen ertönen.“

Auf Twitter schrieb die Ehefrau von Joe Biden über ihren Besuch während des eskalierten Ukraine-Konflikts: „An diesem Muttertag ist mein Herz bei Ihnen, First Lady Olena Selenska, und allen mutigen und starken Müttern der Ukraine.“

First Lady Biden besucht überraschend die Ukraine – „wollte zum Muttertag kommen“

Der New York Times zufolge sollen die beiden Frauen bereits in den vergangenen Wochen in Kontakt miteinander gestanden haben. Außerdem berichtete die renommierte US-Zeitung von einer Situation, die die dramatische Lage im Ukraine-Krieg verdeutlicht. Nach dem gemeinsamen Gespräch hätten sich Biden und Selenska einer Gruppe Schulkinder für ein Bastelprojekt angeschlossen. Ein kurz vor den First Ladys den Raum betretendes Kind sei dem Bericht nach von einem Sicherheitsbeamten mit einem Metalldetektor kontrolliert worden.

Jill Biden (l), First Lady der USA, umarmt Olena Selenska, Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Selenskyj, vor der Schule 6, einer öffentlichen Schule, die durch den Ukraine-Krieg vertriebene Schüler aufgenommen hat.
Jill Biden (l), First Lady der USA, umarmt Olena Selenska, Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Selenskyj, vor der Schule 6, einer öffentlichen Schule, die durch den Ukraine-Krieg vertriebene Schüler aufgenommen hat. © Susan Walsh/dpa

In der Slowakei hatte Biden zuvor mit Regierungschef Eduard Heger den Grenzübergang zur Ukraine in Vysne Nemecke besucht. Am Morgen hatte die First Lady in Kosice im Osten des Landes ein von der Stadt betriebenes Erstaufnahmelager besucht. Anschließend war sie in einer Grundschule, wo ukrainische Frauen und Kinder untergebracht sind. Am Montag steht ein Treffen mit der slowakischen Präsidentin Zuzana Caputova auf dem Programm. Biden absolviert derzeit eine mehrtägige Tour durch die Nachbarländer der vom russischen Angriffskrieg betroffenen Ukraine. Am Freitag und Samstag war Biden in Rumänien zu Gast. Dort besuchte sie unter anderem auch US-Truppen, die in dem Nato-Land stationiert sind.

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