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Putin-Militär attackiert Kiew – und will von Europa gelieferte Panzer zerstört haben

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Von: Linus Prien

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Es war der schwerste Angriff seit Wochen: In Kiew sind im Zuge des Ukraine-Kriegs erneut Raketen eingeschlagen. Ziel war mutmaßlich ein Waffendepot.

Kiew - Das russische Militär hat in seinem Lagebericht zum Krieg gegen die Ukraine am Sonntag Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew bestätigt. Die Raketen zielten auf aus osteuropäischen Ländern gelieferte Panzer vom Typ T-72 und andere Militärtechnik, die sich am Stadtrand befanden. Sie waren in einem Werk für die Reparatur von Eisenbahnwaggons untergebracht, wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, sagte. Es handelt sich um den ersten Angriff auf Kiew seit Wochen.

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Zuvor hatten Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko und der ukrainische Generalstab von mehreren Raketenschlägen berichtet. Nach Angaben von Klitschko musste ein Verletzter im Krankenhaus behandelt werden. Die Raketen wurden nach der Darstellung des ukrainischen Generalstabs von Bombern über dem Kaspischen Meer abgefeuert.

In der Folge sprach der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak von einem „Akt des Terrorismus“. Er forderte vom Westen weitere Sanktionen gegen Russland und die Lieferung schwerer Waffen. „Die heutigen Raketenangriffe auf Kiew haben nur ein Ziel - so viele Ukrainer wie möglich zu töten“, schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter.

Ukraine-Krieg: Rauchschwaden über Kiew nach Raketenbeschuss
Aufnahme vom 5. Juni: Rauchschwaden über Kiew nach Raketenbeschuss © Sergei Supinsky/AFP

Ukraine-News: Moskau berichtet von Angriffen in Ostukraine

Nach Darstellung des russischen Militärs wurden durch Raketenangriffe auch im Gebiet Donezk etwa in der Stadt Kramatorsk in der Ostukraine mehrere Ziele zerstört, darunter eine Werkstatt für die Wiederherstellung beschädigter Kriegswaffen. Bei weiteren Angriffen der russischen Luftwaffe seien erneut Munitionsdepots, Sammel- und Kommandopunkte zerstört worden. Dabei seien auch mehr als 350 ukrainische Kämpfer „vernichtet“ worden, sagte Konaschenkow.

Nahe der Stadt Slowjansk im Gebiet Donezk sei bei einem Luftkampf ein ukrainisches Flugzeug vom Typ MiG-29 abgeschossen worden. Im Gebiet Odessa habe Russlands Luftabwehr eine Antonow An-26 vom Himmel geholt, die Militärtechnik transportiert habe. Ministeriumssprecher Konaschenkow sagte, dass durch russische Artillerie Dutzende weitere militärische Ziele in der Ukraine getroffen worden seien. Von unabhängiger Seite überprüfbar waren alle Angaben nicht. (lp/dpa)

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