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Putin will wohl Militär-Chef in der Ukraine schassen: „Drastischer Schritt“ – und ein deutliches Zeichen

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Von: Richard Strobl

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Wladimir Putin (Links) mit Alexander Dwornikow (Rechts) und Admiral Nikolaj Evmenov (Mitte). (Archiv)
Wladimir Putin (Links) mit Alexander Dwornikow (Rechts) und Admiral Nikolaj Evmenov (Mitte). (Archiv) © IMAGO / Russian Look

Wladimir Putin will möglicherweise erneut den Oberbefehlshaber der Ukraine-Invasion austauschen. Das hat wohl auch persönliche Gründe.

Moskau - Schon einmal hat Wladimir Putin im eskalierten Ukraine-Konflikt seinen Oberbefehlshaber für die Invasion getauscht. Jetzt ist offenbar auch der aktuelle Chef-Stratege in Ungnade gefallen.

Nach einem Bericht des rennomierten Institute for the Study of War (ISW) könnte Alexander Dwornikow schon bald als russischer Oberbefehlshaber in der Ukraine abgelöst werden. Der 60-Jährige wird wegen seiner gnadenlosen Entscheidungen in Kriegssituationen auch der „Schlächter von Syrien“ genannt. Das ISW verweist dabei auf verschiedene russische Quellen, die diesen Rückschluss nahelegen.

Tauscht Putin Ukraine-Oberbefehlshaber? Experten berichten

Der Rückschluss ist, dass Putin die aktuellen Aufgaben Dwornikows auf zwei Schultern im Militär Russlands verteilt hat: Surovikin löste ihn demnach als Kommandeur des südlichen Militärbezirks ab und Zhidko wurde zum Kommandeur der russischen Operation in der Ukraine ernannt.

Neuer Russland-Oberbefehlshaber in der Ukraine? Drastische Rückschlüsse auf Kriegslage

Das ISW weist selbst darauf hin, dass die Meldungen aktuell nicht unabhängig überprüft werden können. Interessant ist in diesem Zusammenhang jedoch auch der Bericht der investigativen Journalistengruppe Bellingcat. Demnach plane Putin, Dwornikow als Chef der Ukraine-Invasion abzulösen, weil dieser exzessiv trinke und offen kein Vertrauen in die russischen Streitkräfte gezeigt habe.

Falls diese Berichte stimmen, stuft das ISW diese Entscheidung im Kreml als „drastischen Schritt“ ein. Das gelte sowohl dafür, den Kommandeur inmitten größerer Kampfhandlungen abzulösen, als auch dafür, einen gesonderten Kommandeur für die südlichen Militärbezirke einzusetzen. Der deutliche Rückschluss der Experten: „Solche drastischen Rotationen innerhalb des russischen Militärs sind, wenn sie wahr sind, keine Maßnahmen einer Truppe kurz vor einem großen Erfolg und deuten auf eine anhaltende Dysfunktion in der Kriegsführung des Kreml hin.“

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