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„Schwerwiegender Vorfall“ in Estland: Russischer Helikopter verletzt Luftraum

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Der Militaerhubschrauber Mi-8 TB. Ein Helikopter dieses Typs soll den Luftraum von Estland verletzt haben. (Symbolbild)
Der Militaerhubschrauber Mi-8 TB. Ein Helikopter dieses Typs soll den Luftraum von Estland verletzt haben. (Symbolbild) © Stefan Sauer/dpa

Für gut zwei Minuten ist der Hubschrauber auf fremdem Gebiet - Lettland bestellt im Ukraine-Krieg einen Botschafter von Kremlchef Wladimir Putin ein.

Tallinn - Die Streits über die Hoheitsräume im Ukraine-Konflikt häufen sich. Estland meldet: Der russische Grenzschutz hat mit einem Helikopter seinen Luftraum verletzt. Der Hubschrauber des Typs Mi-8 sei am 18. Juni unerlaubt in das Gebiet des baltischen EU- und Nato-Mitglieds eingedrungen, teilte die estnische Armee mit.

Luftraum-Verletzung im Ukraine-Krieg: Estland bestellt Putin-Botschafter ein

Das Außenamt in Tallinn bestellte wegen des Vorfalls den russischen Botschafter unter Kremlchef Wladimir Putin ein. „Estland hält dies für einen äußerst schwerwiegenden und bedauerlichen Vorfall, der zweifellos zusätzliche Spannungen verursacht und völlig inakzeptabel ist“, hieß es in einer Mitteilung.

Nach Armeeangaben war es die zweite Luftraumverletzung durch Russland in diesem Jahr. Sie sei im Gebiet Koidula im Südosten Estlands nahe der Grenze zu Russland erfolgt und habe fast zwei Minuten gedauert. Der Helikopter habe weder einen Flugplan übermittelt noch seine elektronische Kennung eingeschaltet gehabt. Auch habe der Pilot keinen Funkkontakt mit Estlands Flugsicherung gehalten, hieß es. (frs/dpa)

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