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Neues Datum rückt in den Fokus: Warum der 4. November im Ukraine-Krieg so wichtig werden könnte

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Russland will in den besetzten Gebieten der Ukraine ein Referendum abhalten. Ein Datum soll schon feststehen.

München/Moskau - Seit über einem halben Jahr herrscht Krieg in der Ukraine. Russland will in den besetzten Gebieten der Ukraine ein Referendum abhalten. Schon im Jahr 2014 fand ein solches Referendum auf der Halbinsel Krim statt. Damals annektierte Russland die Halbinsel. Die Annexion wird international verurteilt und die Krim nicht als Teil Russlands anerkannt. Schon lange wird vermutet, dass Wladimir Putin die besetzten Gebiete in der Ukraine mittels eines Referendums an die Russische Föderation anbinden will. Nun wurde ein mögliches Datum veröffentlicht.

Ukraine-Krieg: Russland plant Referendum in besetzten Gebieten

Das Referendum soll am 4. November stattfinden. Der Generalsekretär der Partei „Einiges Russland“, Andrei Turtschak erklärte, dass sich das Datum für ein Referendum der besetzten Gebiete wie dem Donbass gut eignen würde. „Es wird richtig und angemessen sein, am 4. November Referenden im Donbass und in den befreiten Gebieten abzuhalten“, sagte Turtschak am Mittwoch (7. September) der Nachrichtenagentur Ria Nowosti .

„Der Tag der Nationalen Einheit ist ein historisches Datum, das uns alle im Raum der russischen Welt vereint, wovon die Menschen im Donbass und in den befreiten Gebieten geträumt haben“, ergänzte er. Der „Tag der Einheit des Volkes“ ist in Russland ein Feiertag. Er erinnert an die Befreiung Moskaus von einem polnischen Besatzerheer im Jahr 1612.

Russland plant ein Referendum in den besetzten Gebieten. Am 4. November, dem „Tag der Einheit des Volkes“ in Russland, soll es abgehalten werden.
Menschen schwenken Fahnen bei einem Konzert zum 8. Jahrestag der Annexion der Krim (Archivbild). © Ramil Sitdikov/IMAGO

„Das vereinte Russland ist seit den ersten Tagen der militärischen Sonderoperation in diesen Gebieten präsent. Wir bleiben jeden Tag mit den Menschen dort in Kontakt, wir hören, was sie sagen, wir sehen, wie sie sich fühlen. Sie sind seit Langem darauf vorbereitet, schon lange“, betonte Turtschak.

Referendum in der Ukraine: Russland will Teile der Ukraine annektieren

Das Umfrageinstitut „Insomar“ hatte laut Angaben der russischen Staatsagentur Tass die Einwohner in den Gebieten Saporischschja und Cherson befragt, wie sie bei einem solchen Referendum abstimmen würden. Demnach wollen mehr als die Hälfte der befragten Einwohner sich in den Gebieten die Regionen als ein Teil von Russland sehen.

Auch der Chef der russischen Militärverwaltung von Saporischschja, Jewgeni Balizki erklärte in einem Interview mit der Zeitung Iswestija seine Unterstützung für das Referendum. „Je früher, desto besser für uns. Wir begrüßen es immer, und wenn es eine Initiative der Führung eines großen Parteiprojekts gibt, dann werden wir diese Initiative unterstützen und unser Bestes geben, wir werden [das Referendum] am 4. November abhalten“, so Balizki. (vk)

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