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Teile der russischen Luftwaffe im Westen des Landes wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Ukraine-Konflikt

Russische Luftwaffe in Alarmbereitschaft

Moskau - Russland hat Teile seiner Luftwaffe im Westen des Landes in Alarmbereitschaft versetzt. Dies ist eine Reaktion auf den andauernden Konflikt mit der Ukraine.

Russland testet im Rahmen eines großen Militärmanövers nach offiziellen Angaben auch seine Kampfbomber-Flotte im Westen des Landes. Eingesetzt würden auch Kampfflugzeuge an der Grenze zur Ukraine. Die Luftstreitkräfte des Wehrbezirks seien dort im Dauerflugbetrieb, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge mit. Zuvor hätten die Einheiten im „Rahmen der Übung“ ein Signal für die höchste Stufe der Gefechtsbereitschaft erhalten. „Die Bomber des Wehrbezirks erledigen Übungskampfaufgaben zur Niederschlagung möglicher Gegner“, teilte das Ministerium mit. Es gebe keinen Zusammenhang mit der Lage in der Ukraine, heißt es offiziell.

Ukraine warnt Russland

Angesichts zunehmender Spannungen auf der Krim hat die Ukraine Russland mit Nachdruck vor Truppenbewegungen auf der Halbinsel gewarnt. Sollten sich Angehörige der Schwarzmeerflotte „unangemeldet außerhalb der festgelegten Zonen“ bewegen, werde dies als Aggression gewertet, sagte Interimspräsident Alexander Turtschinow am Donnerstag in Kiew. Der Aufenthalt russischer Militärs auf der Krim sei durch ein bilaterales Abkommen „streng geregelt“. Die Ukraine lasse keine Verletzung ihrer Souveränität zu. Russland hatte am Vortag einen verstärkten Schutz seiner Schwarzmeerflotte angeordnet, die im Krim-Hafen Sewastopol stationiert ist.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich besorgt über die russische Militärübung an den Grenzen zur Ukraine gezeigt. "Wir sehen das mit Sorge und mit Aufmerksamkeit", sagte von der Leyen am Donnerstagmorgen dem Deutschlandfunk. "Das ist ein Muskelspiel, das dort gespielt wird." Das kurzfristig angemeldete Manöver zeige aber auch, dass Russland "noch keine ausgefeilte Strategie" habe, wie es sich verhalten soll. Die Regierung in Moskau sei offensichtlich von der Schnelligkeit der Ereignisse in Kiew überrascht worden.

Von der Leyen fordert: Keine militärische Einmischung

Angesichts des politischen Umbruchs in der Ukraine sei es wichtig, dass sich die dortigen Streitkräfte nicht in die Politik einmischten, sagte von der Leyen, die am Donnerstag in Brüssel am Treffen der NATO-Verteidigungsminister teilnahm. Der Fokus liege derzeit auf dem "politischen Dialog". Die Ministerin verwies darauf, dass die Opposition kein einheitliches Machtzentrum habe, sondern aus mehreren Parteien bestehe. Die Ukraine sei derzeit in einer "desaströsen wirtschaftlichen Situation" und brauche "konkrete Hilfe", sagte von der Leyen.

afp/dpa

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