1. Startseite
  2. Politik

„Ist wirklich passiert“: Putin überstand laut ukrainischem Geheimdienst Attentat nach Kriegsbeginn

Erstellt:

Von: Felix Durach

Kommentare

Nach ukrainischen Informationen soll Russlands Präsident Wladimir Putin kurz nach Kriegsbeginn Ziel eines gescheiterten Attentats gewesen sei.

Moskau – Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine dauert nun bereits drei Monate an und sorgt weiterhin für ein großes Ausmaß an Zerstörung und Leid in den betroffenen Teilen des Landes. Präsident Wladimir Putin, der als Aggressor im Ukraine-Konflikt agiert, gerät seitdem vermehrt ins Fadenkreuz. Nicht nur als Ziel von internationalen Sanktionen, sondern offenbar auch als Ziel von Angriffen auf Leib und Leben. Bereits Anfang März forderte der US-Senator Lindsey Graham die russische Bevölkerung dazu auf, sich gegen den Autokraten im Kreml zu erheben und dem Krieg somit ein Ende zu bereiten. Der Republikaner wünschte sich über Twitter einen „Graf Stauffenberg“ aus der russischen Bevölkerung, der ein Attentat auf Putin verüben würde.

Ukraine-News: Attentat auf Putin gescheitert - „Vor nicht allzu langer Zeit“

Ukrainischen Informationen zur Folge soll es kurz nach dem Kriegsausbruch Ende Februar tatsächlich zu einem versuchten Attentat auf den russischen Präsidenten gekommen sein. Das behauptet zumindest der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanov, in einem am Dienstag (24. Mai) veröffentlichten Interview mit dem ukrainischen Portal Ukrainska Pravda.

„Es gab ein versuchtes Attentat auf Wladimir Putin“, erklärte Budanov in dem Interview. Der Angriff sei nach den Informationen des ukrainischen Geheimdienstes „vor nicht allzu langer Zeit von Vertretern des Kaukasus“ durchgeführt worden. Obwohl das Attentat keinerlei Erfolg gehabt hätte, seinen die Informationen über den gescheiterten Angriff auf Präsident Putin von der russischen Regierung unter Verschluss gehalten worden. „Es war ein absolut erfolgloser Versuch, aber es ist wirklich passiert. Es war vor etwa zwei Monaten“, erklärte Budanov zu dem Vorfall.

Ukraine-Russland-News: Anschlag auf Putin gescheitert - Mutmaßliche Attentäter sollen aus dem Kaukasus kommen

Der Kaukasus, aus dem die mutmaßlichen Attentäter nach Budanovs Informationen stammten sollen, ist ein Gebirge zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer, das sich über Russland hinaus auch auf die Staatsgebiete von Armenien, Aserbaidschan, Georgien und dem Iran erstreckt. Gerade in Georgien hat Putin spätestens seit der Invasion russischer Truppen im Rahmen des Kaukasuskriegs 2008 viele Feinde in der Bevölkerung. Woher die Attentäter genau kamen und aus welchen Motiven sie gehandelt haben sollen, sagte Budanov nicht.

Russischer Präsident Putin
286504867.jpg © Mikhail Metzel

Die Informationen über das gescheiterte Attentat lassen sich aktuell jedoch nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml hat sich zu etwaigen Vorfällen bisher nicht geäußert. Bereits weit vor Kriegsbeginn war jedoch bekannt, dass Putin zu äußerst radikalen Maßnahmen gegriffen hatte, um für seine persönliche Sicherheit zu sorgen. Bei Fotos mit Prominenten durfte der russische Präsident durch diese nicht berührt werden. Während der Corona-Pandemie empfing Putin die Staatschefs anderer Ländern nur an einem meterlangen Tisch, um den nötigen Sicherheitsabstand einzuhalten. Weiteren Berichten zufolge soll das russische Staatsoberhaupt auch über einen Vorkoster und Spezial-Bodyguards verfügen.

Ein Ende des Ukraine-Kriegs ist aktuell weiterhin nicht in Sicht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte zuletzt den Westen für die zahlreichen Kriegsopfer im Land mitverantwortlich. Die russische Offensive im Donbass dauert auch weiterhin an. (fd)

Auch interessant

Kommentare