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Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hat Deutschland aufgefordert, Waffen in die Ukraine zu liefern.

"Welches Land ist als nächstes dran?"

Ukraine: Klitschko fordert deutsche Waffen

Berlin - Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, appelliert an die Bundesregierung, die ukrainische Armee mit militärischer Ausrüstung zu beliefern.

Die Führung in Kiew bitte seit drei Monaten bei den Nato-Staaten bislang vergeblich um Unterstützung, schreibt der frühere Boxweltmeister in einem Gastbeitrag für die „Bild“-Zeitung (Dienstag). Gefragt seien nicht Raketenwerfer und Gewehre, wie sie die Bundesregierung jetzt den nordirakischen Kurden schicke, sondern Schutzhelme und Westen. „Es geht darum, dass die ukrainischen Soldaten in ihrem Kampf gegen Separatisten besser geschützt werden.“

Europa müsse endlich verstehen, dass es längst nicht mehr allein um die Ukraine gehe, schrieb Klitschko. Die Armee verteidige nicht nur die Ukraine, sondern Europa und seine Werte. „Denn wenn (der russische Präsident Wladimir ) Putin das bekommt, was er will, dann wird die nächste Frage sein: Welches Land ist als nächstes dran?“

Die Bitte aus Kiew auch nach Waffenlieferungen wurde von deutscher Seite bislang abgeschlagen. Die Ukraine wirft Russland vor, die Separatisten mit Waffen und Kämpfern zu unterstützen; die Führung in Moskau bestreitet das.

Der blutige Konflikt dauert seit Mitte April an. Seither sind nach UN-Schätzungen mindestens 2600 Menschen getötet worden.

dpa

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