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Ukraine: Selenskyj ist unberechenbar - auch für Putin.

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Ukraine: Selenskyj ist unberechenbar - auch für Putin

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Wolodymyr Selenskyj ist gleich zwei Mal zum Präsidenten der Ukraine gewählt worden - in der Fernsehserie "Diener des Volkes" und dann im realen Leben. Ein Kommentar.

Jetzt steht der Schauspieler also tatsächlich als absoluter Newcomer ganz plötzlich mitten auf der Polit-Bühne im Konzert der Großen. Wolodymyr Selenskyj muss vom einen auf den anderen Tag ein 44-Millionen-Volk regieren, das sich im Krieg mit einer Großmacht befindet. 

Ukraine: Selenskyj ist unberechenbar - auch für Putin

Ohne jegliche administrative Führungserfahrung soll der 41-Jährige eine mächtige Präsidentenbürokratie führen – und außerdem übergroße Erwartungen seiner Wähler erfüllen. Ein 73-Prozent-Sieg klingt schön, ist aber eine enorme Hypothek, denn bei der vor ihm liegenden Mammutaufgabe hilft er ihm wenig.

Aber einer sollte sich dabei nicht zu früh die Hände reiben: Für Kriegsgegner Wladimir Putin ist das politisch noch unbeschriebene Blatt genauso eine Blackbox wie für den mit der Ukraine verbündeten Westen. Diese Unberechenbarkeit des Komikers, der in Fernsehserie „Diener des Volkes“ den fiktiven Präsidenten des Landes gespielt hatte, dürfte es auch für ihn nicht leicht machen, weil der Neuling entweder aus Unkenntnis oder mit seiner unbelasteten Sichtweise vielleicht für manch unerwarteten Vorschlag gut ist.

Ukraine-Präsident Selenskyj: Hoffen auf positive Überraschungen

Sehr viel wird natürlich vom Stab seiner Berater abhängen, die in dem nach wie vor höchst korrupten Land beileibe nicht immer dem Gemeinwohl verpflichtet sein müssen. Den seit 2014 besonders geschundenen Ukrainern und dem Rest Europas kann man nur wünschen, dass Selenskyj bei seinem großen Auftritt genügend positive Überraschungen bieten kann.

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