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Ein zerstörtes Militärfahrzeug der ukraninischen Regierungstruppen bei Lugansk. Foto: Konstantin Grishin/Archiv

OSZE meldet Einigung auf Waffenruhe in Lugansk

Lugansk - Nach verlustreichen Gefechten haben sich die ukrainische Armee und prorussische Aufständische im Raum Lugansk auf eine Waffenruhe geeinigt.

Sie soll von diesem Freitag an gelten. Vom 6. Dezember an würden beide Seiten dann schweres Kriegsgerät "etwa 15 bis 20 Kilometer" von der Kampflinie zurückziehen, sagte am Dienstag Separatistenführer Igor Plotnizki der Agentur Interfax in Lugansk.

Er bestätigte damit Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Der Beschluss gilt als neuer Anlauf zur Umsetzung der Vereinbarungen, die die Konfliktparteien Anfang September getroffen hatten. Die Waffenruhe wurde mehrfach gebrochen.

Separatisten: Auch für Flughafen von Donezk Feuerpause vereinbart

Auch in der Separatistenhochburg Donezk soll es nach zuletzt heftigen Kämpfen um den geschlossenen Flughafen zu neuen Gesprächen kommen. Die ukrainisch-russische Militärkontaktgruppe suche nach Möglichkeiten einer umfassenden Waffenruhe, berichtete die Kiewer Zeitung "Kapital". Ziel sei eine "echte" Feuerpause bis zum Frühjahr.

Noch am Dienstag sollten dazu russische und ukrainische Militärs mit Vertretern der Aufständischen verhandeln. Die Initiative sei von russischer Seite ausgegangen, hieß es.

Anfang September war in der weißrussischen Hauptstadt Minsk eine Waffenruhe zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und den moskautreuen Rebellen sowie ein Abzug schwerer Waffen vereinbart worden. Allerdings starben trotz der offiziellen Feuerpause allein seit Anfang September mehr als 1000 Menschen bei Kämpfen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko informierte bei einem Telefonat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Lage im Donbass.

dpa

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