+
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Foto: Barbara Gindl, APA

Politischer "Störenfried"

Umfrage: 62 Prozent wollen Rücktritt Seehofers

Berlin/München (dpa) - Fast zwei Drittel der Bundesbürger (62 Prozent) sehen einer Umfrage zufolge in Horst Seehofer einen politischen "Störenfried", der als Innenminister nicht mehr tragbar ist.

Selbst 56 Prozent der CSU-Anhänger plädierten im neuen RTL/n-tv-Trendbarometer von Forsa für den Rücktritt des Ministers. Auch in den eigenen Reihen sahen ihn 46 Prozent der Befragten als einen "Störenfried" - ebenso viele bezeichneten ihn als "aufrechten Politiker". Nur die Anhänger der AfD schätzen Seehofer: 84 Prozent halten ihn in der am Umfrage zufolge für einen "aufrechten Politiker" - und für 90 Prozent bleibt er als Innenminister tragbar.

Im aktuellen Politiker-Ranking von Forsa verloren sowohl Seehofer als auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder massiv an Vertrauen: Sie rutschten drei Monate vor der Landtagswahl in Bayern auf hintere Plätze ab. Hinter den beiden CSU-Politikern rangieren im Juli nur noch die AfD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland. Beliebteste Politikerin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Söder und Seehofer büßten in dem Ranking nicht nur bundesweit, sondern auch in Bayern deutlich an Punkten ein.

Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer kommen CDU/CSU wieder auf 31 Prozent (Juni: 30 Prozent), die SPD auf 17 Prozent, die AfD auf 16 Prozent, die Grünen auf 13 Prozent sowie FDP und Linke auf 9 Prozent.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Grüne legen zu, SPD verliert einen Punkt - Regierungsmehrheit für Schwarz-Grün?
Während die CDU einen neuen Vorsitzenden sucht, setzen die Wähler laut dem ARD-“Deutschlandtrend“ aktuell auf die Grünen. Schwarz-Grün hätte eine Regierungsmehrheit im …
Grüne legen zu, SPD verliert einen Punkt - Regierungsmehrheit für Schwarz-Grün?
ARD-“Deutschlandtrend“: So nah rücken die Grünen an die Union heran
Im aktuellen „Deutschlandtrend“ der ARD dürfen sich die Grünen über große Zustimmung freuen und rücken der Union auf die Pelle. Die AfD verliert zwei Prozentpunkte.
ARD-“Deutschlandtrend“: So nah rücken die Grünen an die Union heran
Kanzlerin besucht Chemnitz: Anti-Merkel-Demos drohen - Polizei benötigt Unterstützung
Es ist ein später Besuch in Chemnitz: Fast drei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Mannes und den Aufmärschen rechter Gruppen besucht Bundeskanzlerin Angela …
Kanzlerin besucht Chemnitz: Anti-Merkel-Demos drohen - Polizei benötigt Unterstützung
Im Kampf gegen Rebellen: Blauhelmsoldaten im Kongo getötet
Im östlichen Kongo sind sieben Blauhelmsoldaten im Rahmen der als Monusco UN-Friedensmission ums Leben gekommen.
Im Kampf gegen Rebellen: Blauhelmsoldaten im Kongo getötet

Kommentare