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Ein Schild zur zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Sachsen-Anhalt.

Selbst Anhänger der Grünen dafür

Umfrage: Abgelehnte Asylbewerber sollen weniger Leistungen bekommen

Zwei von drei Deutschen sind einer Umfrage zufolge der Auffassung, dass abgelehnte Asylbewerber weniger Sozialleistungen erhalten sollten.

München - Jeder Dritte lehnte eine Kürzung dieser Hilfen in einem solchen Fall ab, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts dimap im Auftrag des „Bayernkurier“ hervorgeht.

Die CSU verlangt eine Kürzung der Sozialleistungen für Asylbewerber. Dazu will die Partei den Zeitraum von bisher 15 auf 36 Monate verlängern, in dem sie nur einen Grundbedarf erstattet bekommen, bevor sie dann Leistungen auf dem Niveau der Sozialhilfe erhalten. Zudem will man für abgelehnte Asylbewerber „die Leistungen weitergehend einschränken beziehungsweise auf Sachleistungen umstellen“, heißt es in einem Beschluss der CSU-Landesgruppe im Bundestag.

Besonders viele Unterstützer in Bayern

Laut der Umfrage findet die CSU-Forderung besonders viele Unterstützer in Bayern (69 Prozent) und den Ost-Ländern (70 Prozent). Bei den Wählern der Union seien 75 Prozent dafür, bei der FDP 76, bei der SPD 58 Prozent. Selbst Anhänger der Grünen sprechen sich demnach mit 55 Prozent mehrheitlich für die Kürzung der Sozialleistungen aus. Allein die Linken-Wähler lehnten das mit 53 Prozent überwiegend ab.

Lesen Sie auch: Zuwanderung und Migration: Das will die CSU bei den Sondierungen in den Mittelpunkt stellen.

dpa

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