+
Es geht wieder aufwärts für Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) laut einer aktuellen Forsa-Umfrage.

Aktuelle Forsa-Umfrage

Union gewinnt an Beliebtheit - und das ist die Erklärung dafür

  • schließen

Gute Nachrichten für alle Anhänger der Union: Nach einem herben Dämpfer in der vergangenen Woche gewinnen CDU/CSU laut einer aktuellen Forsa-Umfrage wieder an Beliebtheit.

Laut des am Dienstag veröffentlichten, repräsentativen RTL/ntv-Trendbarometers kommt die Union wieder auf 33 Prozent. Damit hat sie immerhin wieder das Niveau der Bundestagswahlen im September (32,9 Prozent) erreicht. In der Woche zuvor waren CDU/CSU auf 31 Prozent abgerutscht, was der von Seehofer angezettelten Islam-Debatte (“Der Islam gehört nicht zu Deutschland“) zugeschrieben wurde.

Dass die Diskussion um den Islam inzwischen wieder ein wenig abgekühlt ist, hält Forsa-Chef Manfred Güllner für den Grund für die gestiegene Beliebtheit der Union: "Die Zustimmungswerte für CDU und CSU sind vor allem davon abhängig, ob die Union als einig oder zerstritten wahrgenommen wird. Nach dem Ende der Islam-Debatte wächst das Vertrauen zur CDU/CSU wieder", wird er in einer Pressemitteilung zitiert.

Lesen Sie auch: Juso-Chef Kühnert erhebt schwere Vorwürfe gegen Seehofer

Ein Thema bewegt die Deutschen am meisten

Die Umfrage zeigt auch, was die Deutschen derzeit mehr bewegt als die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört: Die sich verschärfende Ost-West-Krise brennt ihnen am meisten unter den Nägeln. 44 Prozent sind besorgt über die Zuspitzung des Konflikts mit Russland.

Nicht nur die Union, auch Kanzlerin Merkel ist wieder beliebter: Im direkten Vergleich mit dem kommissarischen SPD-Chef Olaf Scholz und SPD-Spitzenpolitikerin Andrea Nahles gewinnt sie jeweils einen Prozentpunkt. Im Vergleich Merkel-Nahles erhält die Kanzlerin 51 Prozent, Nahles 13 Prozent. Bei der Gegenüberstellung Merkel-Scholz kommt sie auf 46, Scholz auf 21 Prozent.

Drei Parteien verlieren laut der aktuellen Umfrage jeweils einen Prozentpunkt: Die SPD, die auf 18 Prozent kommt, die AfD (13 Prozent) und die Linke (10 Prozent). Grüne (12 Prozent) und FDP (9 Prozent) bleiben gleich.

Viele können keinen einzigen Minister benennen

Über die personelle Besetzung des neuen Merkel-Kabinetts herrscht noch große Unwissenheit bei den Deutschen. Offen nach dem Namen einen Regierungsmitglieds gefragt, fiel 42 Prozent kein einziger Minister ein. Bei den 18- bis 29-Jährigen konnten sogar 62 Prozent keinen Namen nennen. Auch bei Anhängern der AfD sind die Regierungsmitglieder wenig bekannt: 58 Prozent kennen keinen Minister. Diesbezüglich gut informiert sind hingegen Rentner (75 Prozent), FDP-Anhänger (76 Prozent) und Grünen-Wähler (79 Prozent). 

Auch interessant:  „Und jetzt, Herr Seehofer?“ CDU-Politiker nehmen CSU-Chef in die Mangel

Bekanntester Minister des neuen Merkel-Kabinetts ist derzeit Innenminister Horst Seehofer: 36 Prozent der Befragten konnten seinen Namen nennen, wohingegen nur ein Prozent sich an Bildungsministerin Anja Karliczek und Kanzleramtschef Helge Braun erinnern. 

Quelle: RTL/n-tv-Trendbarometer

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fall Sami A.: Politik ohne Respekt vor der Justiz?
Haben Politik und Behörden im Fall Sami A. die Justiz hinters Licht geführt? Das Oberverwaltungsgericht fühlt sich von der Politik in seiner Unabhängigkeit nicht ernst …
Fall Sami A.: Politik ohne Respekt vor der Justiz?
Seehofer legt Eckpunkte im Einwanderungsgesetz vor - Fall Sami A.: Stamp spricht über Rücktritt
Der Fall Sami A. sorgt für Empörung. Im Blickpunkt: Horst Seehofer. FDP-Vize Kubicki rügt „unglaubliches Versagen“. Die zuständige Richterin sieht „die Grenzen des …
Seehofer legt Eckpunkte im Einwanderungsgesetz vor - Fall Sami A.: Stamp spricht über Rücktritt
Hier geht es zur Abstimmung über die Sommerzeit: Umfrage zur Zeitumstellung endet heute
Bei einer Abstimmung zur Zeitumstellung will die EU-Kommission wissen, ob die Bürger die Sommerzeit abschaffen wollen. So können Sie mit abstimmen.
Hier geht es zur Abstimmung über die Sommerzeit: Umfrage zur Zeitumstellung endet heute
US-Zeitungen vs. Trump: "Journalisten sind nicht der Feind"
Seit dem Wahlkampf stilisiert Donald Trump die Medien zu einem Feindbild. Hunderte US-Zeitungen beziehen nun Position gegen die ständigen Angriffe des Präsidenten. Aber …
US-Zeitungen vs. Trump: "Journalisten sind nicht der Feind"

Kommentare