Bundestagswahl 2021

Umfragen: Union setzt sich von Grünen ab - für Baerbock kommt es dicke

  • Markus Hofstetter
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Die Union kann laut der aktuellen Insa-Umfrage ihren Vorsprung vor den Grünen ausbauen. Grünen-Kanzlerkandidaten Baerbock muss schlechtere Werte verkraften.

Berlin - Die CDU scheint sich vier Monate vor der Bundestagswahl aus dem Umfragetief zu kämpfen. Dies deutet das Ergebnis der aktuellen Insa-Onlineumfrage an, die das Meinungsforschungsinstitut im Auftrag der Bild durchführte. Gegenüber der Umfrage vom 17. Mai legte die CDU/CSU um 0,5 Prozentpunkte auf 26 Prozent zu. Damit fährt die Union ihr bestes Ergebnis seit über vier Wochen ein. Am 20. April erreichte sie 27 Prozent.

Die Grünen dagegen verlieren einen Prozentpunkt und kommen nur noch auf 22 Prozent. Damit baut die Union ihren Vorsprung weiter aus. Die SPD als drittstärkste Kraft kommt unverändert auf 16 Prozent. Gleiches gilt für die FDP mit 12,5 Prozent. Neben der Union konnte nur noch die AfD zulegen, sie verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent. Die Linke bildet mit stabilen 6,5 Prozent das Schlusslicht im Rennen der Parteien.

Am Sonntag veröffentlichte Insa eine weitere Umfrage, die im Gegensatz zur aktuellen Umfrage ein Mix aus Online- und telefonischer Befragung ist. In dieser zeigt sich vor allem die Union schwächer. Sie kam auf 24 Prozent, während die Grünen mit 23 Prozent knapp dahinter liegen.

RTL/ntv-Trendbarometer zur Bundestagswahl: Grüne trotz Verlusten vor der Union

Ein etwas anderes Bild zeigen die Umfragewerte des aktuellen RTL/ntv-“Trendbarometers“ (26. Mai). Hier liegen die Grünen trotz Verlusten im Vergleich zur Vorwoche weiterhin vor der Union. Die Partei verliert einen Prozentpunkt und kommt noch auf 25 Prozent. Die CDU/CDU bleibt unverändert bei 24 Prozent.

Beim Kampf um den dritten Platz liegen SPD mit 14 Prozent und FDP mit 13 Prozent nahezu gleichauf. Allerdings gibt es bei den Veränderungen große Unterschiede. Während bei der SPD Stillstand herrschte, konnte sich die FDP um zwei Prozentpunkte verbessern.

Unverändert bleiben auch die AfD mit zehn Prozent und die Linke mit sechs Prozent. Acht Prozent der Befragten würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden. Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt unverändert bei 24 Prozent.

Bei direkter Kanzler-Wahl: Baerbock weiter vor Laschet

Könnten die Deutschen ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen, schneidet Annalena Baerbock von den Grünen weiterhin am besten ab. 28 Prozent würden sich für sie entscheiden. Das ist aber ein Rückgang um zwei Prozentpunkte. Hier könnte der Eklat um nachgemeldete Nebeneinkünfte eine Rolle spielen. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet kommt unverändert auf 18 Prozent. SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz legt um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent zu. 40 Prozent würden keinem der drei ihre Stimme geben.

Hinweise zu den Umfragen

Das Meinungsforschungsinstitut Insa hat für Bild im Zeitraum 17. und 25. Mai insgesamt 2128 Menschen online befragt. Die Fragestellung lautete „Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, wie würden Sie wählen?“ Die Umfrage weist eine maximale Fehlertoleranz von plus/minus 2,5 Prozentpunkte auf.

Für die RTL Mediengruppe befragte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 18. bis 21. Mai 2021 insgesamt 2004 Personen. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkte.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld

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