Was kommt nach Schwarz-Rot?

Union zieht Baerbocks Grünen in neuer Umfrage davon - Rekord für die FDP

  • Cindy Boden
    VonCindy Boden
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Die FDP fährt in einer neuen Umfrage auf der Überholspur - doch ganz reicht es gegen die SPD noch nicht. Der Abstand zwischen Union und Grünen wird größer.

Berlin - Für die Grünen geht es gut drei Monate vor der Bundestagswahl in einer Online-Insa-Umfrage weiter bergab. Im Vergleich zur Vorwoche verlieren sie einen halben Punkt und landen nun bei 19 Prozent. In Hochzeiten Anfang Mai erreichten sie bei der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der Bild (21. Juni 2021) schon einmal 24 Prozent.

Für die Union - für die Kanzlerkandidat Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder am Montag nun auch das Wahlprogramm präsentierten - geht es hingegen weiter aufwärts. CDU und CSU können sich über einen Prozentpunkt mehr und damit 28,5 Prozent freuen. Höher war dieser Wert zuletzt Mitte März in den Insa-Online-Befragungen. Bei der Bundestagswahl 2017 erhielt die Union jedoch etwas mehr Stimmen, nämlich 32,9 Prozent.

Umfrage vor der Bundestagswahl 2021: FDP schielt auf Platz drei hinter Union und Grünen

Einen Rekordwert erhält in dieser Woche die FDP. Die Liberalen klettern im Rahmen dieser Erhebung seit Wochen immer wieder ein Stückchen höher. Mittlerweile kommt die Partei von Chef Christian Lindner auf 14 Prozent. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein halber Zähler mehr. Damit kämpfen sie weiter gegen die SPD um Platz drei. Aktuell landen die Sozialdemokraten aber noch vor der FDP mit 15,5 Prozent. Die Partei von Kanzlerkandidat Olaf Scholz verliert jedoch damit einen Prozentpunkt. Die AfD erreicht in dieser Woche 10,5 Prozent (-0,5 Prozentpunkte). Die Linkspartei kommt auf 7 Prozent (+1 Prozentpunkt) - am Wochenende fand ihr Parteitag statt.

Mit diesem Ergebnis würde eine Koalition aus Union und den Grünen von Annalena Baerbock eine hauchdünne parlamentarische Mehrheit ergattern. Eine „Ampel-Koalition“ (Grüne, SPD, FDP) wäre noch etwas stärker - ob die FDP jedoch in ein solches Bündnis einsteigt, ist noch fraglich. Für die bisherige „GroKo“ und ein grün-rot-rotes Bündnis reicht es demnach derzeit nicht. (cibo)

Hinweise zur Umfrage

Für diesen Insa-Meinungstrend im Auftrage der Bild wurden vom 18. bis 21. Juni insgesamt 2082 Bürger befragt. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten.

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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