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Neue Umfragen: Scholz stürzt ab – Grüne stellen die drei beliebtesten Politiker Deutschlands

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Von: Magdalena von Zumbusch

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Drei Grünen-Minister sind die großen Gewinner der aktuellen Beliebtheits-Umfragen. Deren Popularität spiegelt sich auch in den Umfragewerten für die Partei wieder.

Erfurt - Die Grünen können sich freuen, aktuell erstmals die drei beliebtesten deutschen Politiker in ihren Reihen zu haben. Das zeigt das wöchentliche Politiker-Ranking des Instituts INSA für die Bild-Zeitung. Robert Habeck liegt in der Beliebtheitsumfrage ganz vorne. Auf dem zweiten Platz folgt Annalena Baerbock, den dritten Platz belegt Cem Özdemir. Kanzler Olaf Scholz konnte nur den siebten Platz für sich sichern. Dafür belegt Karl Lauterbach den vierten Platz. Und CSU-Chef Markus Söders kommt in der deutschlandweiten Umfrage auf Platz 8.

Insa-Meinungstrend

2146 Personen hat das das Institut für neue soziale Antworten“, oft kurz nur INSA genannt, ein Markt- und Sozialforschungsinstitut, zwischen dem 29.04. und dem 02.05. befragt. Es wurden einerseits die 20 beliebtesten deutschen Politiker geratet, andererseits der INSA-Meinungstrend zu den größten Parteien eingeholt.

INSA-Umfrage: Drei Grüne sind die beliebtesten Politiker Deutschlands

Die Popularität der Grünen-Minister spiegelt sich auch in den Umfragewerten für die Partei wieder. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, kämen die Grünen laut INSA auf 19 Prozent, das ist ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Die CDU/CSU belegt mit 27 Prozent den ersten Platz. Die Oppositionspartei konnte seit der letzten INSA-Umfrage einen halben Prozentpunkt dazu gewinnen, ebenso wie die FDP, die in der aktuellen Umfrage 9,5 Prozent erzielte. Die SPD verlor dagegen einen Prozentpunkt ihrer Unterstützer und hat aktuell 23 Prozent der deutschen Wähler hinter sich. Die Afd (10,5 Prozent) verlor einen Prozentpunkt, bei den Linken blieb der Wert im Vergleich zur letzten Umfrage gleich (4,5 Prozent).

Bundeskanzler Olaf Scholz (M, SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Bündnis 90/Grüne) stehen vor der Videobotschaft des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Bundestag in der Regierungsbank, dahinter Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Grüne).
Bundeskanzler Olaf Scholz (M, SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Bündnis 90/Grüne) stehen vor der Videobotschaft des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Bundestag in der Regierungsbank, dahinter Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Grüne). © Michael Kappeler/dpa

INSA-Chef Hermann Binkert fasste die Ergebnisse laut Bild folgendermaßen zusammen: „Die Grünen übertreffen die Erwartungen, dagegen erfüllt Scholz die Erwartungen nicht“. „Den Grünen ist es gelungen, das Thema Krieg so zu moralisieren, dass z.B. Waffenlieferungen als etwas Positives wahrgenommen werden.“ Außerdem seien die drei Minister auch medial sehr präsent. „Sie haben die richtigen Themen, die den Leuten derzeit auf den Nägeln brennen“, ist Binkerts Auffassunf über Habeck, Baerbock und Özdemir.

„Trendbarometer“ von n-tv und RTL: Grüne auch hier oben, aber Vertrauen insgesamt geringer

Eine andere aktuelle Umfrage zeigt ähnliche Ergebnisse für die Parteien im Bundestag. Dem RTL/ntv-“Trendbarometer“ zufolge wird den Grünen inzwischen sogar mehr politische Kompetenz zugesprochen als der SPD. 15 Prozent aller Wahlberechtigten (plus ein Punkt) trauen demnach den Grünen zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden. Der SPD trauen hingegen nur noch 13 Prozent (minus zwei Prozent) die Lösung der Probleme in Deutschland zu. Unverändert sieben Prozent trauen der CDU/CSU, drei Prozent der FDP und vier Prozent den sonstigen Parteien politische Kompetenz zu. 58 Prozent trauen keiner Partei die Lösung der Probleme in Deutschland zu.

Dem „Trendbarometer“ zufolge kann die Union ihren Vorsprung gegenüber der SPD ausbauen. Die CDU/CSU kommt in der von dem Institut Forsa durchgeführten Umfrage auf 26 Prozent, die SPD auf 23 Prozent. Die Werte für Grüne (20 Prozent), FDP (neun Prozent), Linke (vier Prozent), AfD (neun) sowie für die sonstigen Parteien bleiben im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Für die Erhebung befragte das Forsa-Institut im Auftrag von RTL Deutschland vom 26. April bis 2. Mai insgesamt 2508 Menschen.

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