Bundestagswahl 2021

Umfrage: Lehren aus dem Hochwasser? Klatsche für Laschet, Baerbock führt

  • Markus Hofstetter
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Nur wenige Deutsche glauben, dass die Kanzlerkandidaten ihr Verhalten nach der Flutkatastrophe klug anpassen werden. Laschet schneidet am schlechtesten ab.

Berlin - Das Vertrauen der Bürger in die Kanzlerkandidaten scheint kurz vor der Bundestagswahl nicht die größte zu sein. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen (Samstag).

Demnach glauben nur 17 Prozent der Bundesbürger, dass CDU/CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet die richtigen Lehren aus der Flutkatastrophe im Westen und Süden Deutschlands zieht. SPD-Kandidat Olaf Scholz kommt auf 20 Prozent, Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock immerhin auf 25 Prozent. 38 Prozent dagegen trauen es keinem der drei zu.

Nur wenige Deutsche glauben, dass Armin Laschet (CDU) die richtigen Lehren aus der Flutkatastrophe zieht.

Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man die Wählerschaft der Kanzlerkandidaten betrachtet. Die meisten Anhänger der Grünen scheinen Baerbock zuzutrauen, die richtigen Lehren aus dem verheerenden Hochwasser zu ziehen. 87 Prozent der Ökopartei-Anhänger stehen in dieser Frage hinter der Parteichefin. Vizekanzler Scholz erreicht eine Zustimmung von 74 Prozent bei den SPD-Wählern. Nur 48 Prozent der Unions-Anhänger trauen CDU-Chef Laschet das zu.

Hintergrund zu Umfrage

Das Meinungsforschungsinstitut Civey berücksichtigte für die Umfrage die Antworten von 5040 Teilnehmern aus Deutschland im Zeitraum von 21. Juli bis 23. Juli 2021. Die Frage lautete: „Welcher Kandidatin oder welchem Kandidaten für die Kanzlerschaft trauen Sie am ehesten zu, die richtigen Lehren aus der Flutkatastrophe zu ziehen?“ Der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent.

(mhof/dpa)

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