Partei-Vorsitzende Annalena Baerbock und Robert Habeck beim Grünen-Parteitag im November 2019 in Bielefeld.
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Den Grünen um Annalena Baerbock und Robert Habeck (Archivbild) ist die SPD in den Umfragen dicht auf den Fersen.

Bundestagswahl 2021

Umfrage: Würde Habeck statt Baerbock kandidieren, wäre er mit Laschet in K-Frage gleichauf

Obwohl die Grünen beteuern, dass sie an ihrer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock festhalten, hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa eine hypothetische Frage gestellt.

Berlin - Spannend ist aktuell nur noch, wer auf Platz zwei landet. Im Spiegel der Bundestagswahl-Umfragen rangeln hier SPD und Grüne – Platz eins können sie sich anscheinend abschminken. So auch in der jüngsten Forsa-Erhebung. Wenn am Sonntag schon der Termin wäre, käme die Union mit ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet weiterhin auf 30 Prozent. Das wäre ein unveränderter Vorsprung von 15 Prozentpunkten vor der SPD mit ihrem Kandidaten Olaf Scholz (15 Prozent). Ganze 11 Prozentpunkte lägen CDU/CSU vor den Grünen mit ihrer Kandidatin Annalena Baerbock ( 19 Prozent).

Die Umfrage führte das Meinungsforschungsinstitut im Auftrag von RTL/n-tv durch.

Umfrage zur Bundestagswahl 2021: FDP legt zu, AfD verliert

Die FDP gewinnt im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt auf 12 Prozent, die AfD (9 Prozent) verliert einen Prozentpunkt. Die Linke würde unverändert 7 Prozent erreichen. Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 22 Prozent weiterhin etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent).

Wenn die Deutschen ihre Kanzlerkandidatin oder ihren Kanzlerkandidaten direkt wählen könnten, würde sich für die Nominierten gegenüber der Vorwoche nichts ändern. Laschet käme weiterhin auf 25, Baerbock auf 19 und Scholz auf 16 Prozent. 40 Prozent würden keinen der drei wählen. Würde Baerbock durch ihren Co-Parteivorsitzenden Robert Habeck ausgetauscht, würden sich jeweils 24 Prozent für Laschet und Habeck sowie 14 Prozent für Scholz entscheiden. Auch hier wollen 38 Prozent keinen der drei.

Video: Baerbock bleibt Spitzenkandidatin

In der jüngsten Umfrage des Instituts INSA vom Montag kommt die Union auf 28 Prozent, die SPD wie auch die Grünen auf 17 Prozent, die FDP auf 12,5 Prozent, die Linke auf 7 Prozent und die AFD auf 11 Prozent.

Bundestagswahl 2021: Generelle Schwächen von Umfragen

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Forsa gibt eine statistische Fehlertoleranz von 2,5 Prozentpunkten an. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. (dpa/frs)

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