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Umfrage: Grüne stoppen Abwärts-Rutsch vorerst - doch Baerbock sackt in einer Frage drastisch ab

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Von: Cindy Boden

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Im Vergleich zu den letzten Wochen legt die Union in Umfragen zu, die Grünen schwächeln. Im aktuellen „Trendbarometer“ fällt Annalena Baerbock bei einer Frage ganz schön ab.

Berlin - Die Union kratzt in einer aktuellen Umfrage vor der Bundestagswahl wieder an der 30-Prozent-Marke. Im aktuellen RTL/ntv-“Trendbarometer“ steigen CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf 29 Prozent. Bei der Wahl 2017 erreichten sie 32,9 Prozent. Doch bis zur Wahl im September sind es noch rund drei Monate - da kann noch einiges passieren.

Die Grünen können laut der Forsa-Befragung, die am 23. Juni erschien, immerhin den Abwärtstrend erst einmal stoppen. Wie in der letzten Woche landen sie mit 21 Prozent auf dem zweiten Platz. Dahinter legt die SPD einen Prozentpunkt zu, sodass die Sozialdemokraten nun wieder bei 15 Prozent angekommen sind. Der Abstand zur FDP ist damit wieder größer geworden, denn die Liberalen um Christian Lindner verlieren einen Zähler. Sie erhalten in dieser Momentaufnahme 13 Prozent der Stimmen. In einer aktuellen Insa-Umfrage erreichte die Partei hingegen zuletzt einen Rekordwert.

Die AfD stagniert im „Trendbarometer“ weiterhin bei neun Prozent. Die Linkspartei kann ihren Zuwachs von letzter Woche nicht halten und landet wieder bei sechs Prozent.

Kanzlerkandidaten zur Bundestagswahl legen zu - CDU-Chef Laschet am meisten

Spannend ist auch immer der Blick auf die Werte der drei Kanzlerkandidaten: Dort legen aktuell alle drei Bewerber zu. Wenn der Kanzler oder die Kanzlerin in Deutschland direkt gewählt werden könnte, würde SPD-Mann Olaf Scholz derzeit 16 Prozent Zustimmung erhalten. Wie er gewinnt auch Annalena Baerbock von den Grünen einen Punkt dazu - sie kommt vor Scholz auf 21 Prozent.

Sieger ist jedoch aktuell in dieser Befragung Armin Laschet von der CDU (25 Prozent). Er erhält sogar zwei Prozentpunkte mehr und kann damit vier Zähler zwischen sich und seine Konkurrentin bringen. Zwar präsentierte die Union in dieser Woche ihr Wahlprogramm, doch die Kritik, dass es beispielsweise zu unkonkret sei, folgte prompt. Wie sich Laschet dagegen in der nächsten Zeit behauptet, wird vermutlich auch einen Einfluss auf seine kommenden Beliebtheitswerte haben.

Politiker-Ranking im Juni: Baerbock verliert deutlich an Punkten

Außerdem liefert das „Trendbarometer“ neue Werte zur Frage „Bei wem fühlen Sie sich in guten Händen?“. Unangefochten auf Platz 1 des Politiker-Rankings hält sich Angela Merkel. Auf der Skala von 0 bis 100 erhält sie im Schnitt 67 Punkte. In den letzten Zügen ihrer Amtszeit muss sie sich noch einmal einer Regierungsbefragung im Bundestag stellen. Hinter Merkel schafft es CSU-Chef Markus Söder auf Platz 2 mit 53 Punkten. Während Olaf Scholz bei der Kanzlerfrage noch hinten liegt, schafft er es beim Politiker-Vertrauen vor seine zwei Konkurrenten. Mit 44 Punkten kann er sich noch über einen Treppchen-Platz freuen.

Hinter ihm landet Grünen-Chef Robert Habeck (41 Punkte) - der damit noch leicht besser abschneidet als seine Kollegin Annalena Baerbock. Sie teilt sich mit Armin Laschet Platz 5 (jeweils 40 Punkte). Für Baerbock sehen die Werte aktuell ziemlich düster aus: Sie verliert ganze elf Punkte im Vergleich zum Vormonat. Laschet legt hingegen drei zu.

Hinweis zur Umfrage

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 15. bis 21. Juni 2021 erhoben. Dafür wurden 2502 Teilnehmer befragt. Wahlumfragen sind immer mit Unsicherheiten behaftet. Zum Beispiel erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen die Gewichtung der erhobenen Daten. Für diese Befragung gibt es eine statistische Fehlertoleranz von plus/minus 2,5 Prozentpunkten. Die Daten zum Politiker-Ranking hingegen hat Forsa vom 16. bis 18. Juni 2021 erhoben und 1503 Personen befragt.

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