Vor der Bundestagswahl

Bayern-Umfrage: CSU rutscht weiter ab – doch Wählerwünsche kollidieren ordentlich

  • Anna-Katharina Ahnefeld
    VonAnna-Katharina Ahnefeld
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Die Bundestagswahl rückt immer näher. Für die CSU ist eine aktuelle Umfrage jedoch ernüchternd. Die Partei von Markus Söder muss Verluste einstecken.

München – Die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs läuft – und für die CSU sieht es aktuell durchwachsen aus. In einer neuen Umfrage zur Bundestagswahl verliert die Partei von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder weiter an Zustimmung. Laut dem aktuellen „Wählercheck“ der Sendung „17:30 Sat.1 Bayern“ würden sich 28 Prozent der Wählenden des Freistaats für die Christsozialen entscheiden, wenn bereits am nächsten Sonntag Wahl wäre.

Zum Vergleich: Bei der vorherigen Erhebung Anfang September sprachen sich noch 29 Prozent dafür aus, dass sie die CSU wählen würden. Ein Verlust von einem Prozentpunkt. Im Juli sah das noch ganz anders aus. Zu dem Zeitpunkt lagen die Christsozialen noch bei 35 Prozent.

Bayern-Umfrage: CSU rutscht weiter ab - SPD auf Überholspur

Die SPD hingegen kann jubilieren. Innerhalb von sechs Wochen hat sich die Partei in der Gunst der Wählerinnen und Wähler verdoppelt. Aktuell liegen die Sozialdemokraten in der Erhebung bei 18 Prozent. Anfang September kam die Partei von Kanzler-Kandidat Olaf Scholz auf 15 Prozent. Die Grünen müssen weiter Verluste hinnehmen und liegen aktuell bei 17 Prozent. Anfang September waren es noch 18 Prozent und im Juli 20 Prozent.

Die FDP hält sich etwa auf 12 Prozent (Anfang September: 13 Prozent, Juli: 12 Prozent), die AfD bleibt im Vergleich zu Anfang September auf 10 Prozent und die Freien Wähler auf 6 Prozent. Nur knapp über die Hälfte der Befragten (54 Prozent), die eine Partei nannten, sind sicher, „ganz bestimmt“ die Partei zu wählen. 44 Prozent denken auch noch über die Wahl anderer Parteien nach.

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Wer soll Bundeskanzler werden? SPD-Kandidat Olaf Scholz auf Platz eins bei Beliebtheit

Auf Platz eins bei der Kandidatenfrage ist SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Auf die Frage „Wenn Sie persönlich darüber entscheiden könnten, wer wäre Ihnen dann als Kanzler/in am liebsten?“ entschieden sich bei der aktuellen Erhebung 39 Prozent für den Sozialdemokraten. Das sind plus 2 Prozentpunkte gegenüber Anfang September. Und ganze plus 15 Prozentpunkte gegenüber Juli. Unions-Spitzenkandidat Armin Laschet bleibt mit 21 Prozent (minus 1 Punkt gegenüber Anfang September und minus 7 Punkte gegenüber Juli) auf Platz zwei, Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock steht unverändert bei 14 Prozent.

Das Ergebnis passt allerdings nicht zu einem anderen Wunsch der Wähler: 34 Prozent wollen, dass die Union die Regierungskoalition führt. Nur 27 Prozent hätten lieber eine Führung durch die SPD, 12 Prozent durch die Grünen. (aka mit dpa)

Lesen Sie auch: CSU-Chef Markus Söder hofft durch das TV-Triell auf den Stimmungsumschwung vor der Bundestagswahl 2021. Schafft CDU-Mann Armin Laschet die Wende? Es gibt eine neue Umfrage.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel

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