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Neue Umfrage überrascht: Scholz hängt Baerbock und Laschet ab - und kann plötzlich Kanzler werden

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Von: Franziska Schwarz

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CDU und CSU entfernen sich im „Sonntagstrend“ weiter von der 30er-Marke. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz scheint in der Beliebtheit aktuell schwer einholbar.

Berlin - „Scholz packt das an“. Kurz: SPD. So das neu erfundene (fast richtige) Akronym und offizielle Motto für die Bundestagswahl der Sozialdemokraten. Nach dem Straucheln der Kanzlerkandidaten-Konkurrenten Annalena Baerbock und Armin Laschet setzen sie voll auf die Person Scholz. Geht die Rechnung auf? Kanzler oder Kanzlerin werden in Deutschland nicht direkt gewählt – aber wenn, dann würde Scholz es, zumindest im Spiegel aktueller Umfragen.

Was war von Scholz zuletzt zu hören? Zu sehen ist er zumindest, wie seine Kollegen, gerade auf Wahlkampftour quer durchs Land. Er lehnt die Forderung nach einem Sonderbeauftragten für die Hochwassergebiete ab. Die vom Bundestag beschlossene epidemische Lage von nationaler Tragweite will er über den September hinaus verlängert sehen – anders als die Union.

Bundestagswahl 2021: CDU/CSU verlieren im „Sonntagstrend“ weiter

Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der SPD, bei einem Bürgergespraech in der Kulturscheune Ferch in Schwielowsee im August 2021
Auf Wahlkampftour: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz © Janine Schmitz/Imago

Die büßt einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa zufolge weiter an Zustimmung ein. CDU/CSU liegen demnach bei 26 Prozent, ein Prozentpunkt weniger als eine Woche zuvor, wie eine aktuelle Befragung (publiziert am 8. August) im Auftrag der Bild am Sonntag (BamS) ergab.

Die SPD legt um einen Punkt auf 18 Prozent zu und ist damit gleichauf mit den Grünen, die den Wert der Vorwoche halten. Die FDP verliert einen Punkt auf 12 Prozent. Die AfD verharrt bei 11 Prozent, die Linke gewinnt einen Punkt auf 7 Prozent hinzu. Die Wahl ist am 26. September. Mit diesen Werten käme eine Ampel-Koalition (SPD, FDP und Grüne) auf eine Mehrheit und da die SPD und die Grünen gleich auf sind, könnte die Partei, die am Ende nur 0,1 Prozent vorne liegt den Kanzler stellen. Das heißt für Scholz ist wieder alles drin.

„Sonntagstrend“-Umfrage: Scholz erhält mehr als doppelt so viele Punkte wie Baerbock

Auch bei den Kanzlerkandidaten liegt Olaf Scholz in der Beliebtheit mittlerweile weit vorn. Den Finanzminister würden, falls dies möglich wäre, in einer Direktwahl 27 Prozent zum Kanzler wählen (+5). Für den CDU-Vorsitzenden Laschet würden sich 14 Prozent (+1) entscheiden. Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock käme wie in der Vorwoche auf 13 Prozent.

36 Prozent gaben allerdings an, in einer Direktwahl niemanden dieser drei wählen zu wollen.

Umfragen zur Bundestagswahl 2021: Grundsätzlich nur ein Stimmungsbild

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. (frs mit Material der dpa)

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