CDU-Chef Armin Laschet (l.) und CSU-Chef Markus Söder
+
CDU-Chef Armin Laschet (l.) und CSU-Chef Markus Söder (Archiv)

Minus auch für die Grünen

Umfrage-Desaster für CDU und CSU geht weiter - Deutsche verlieren nun auch noch das Corona-Vertrauen

  • Cindy Boden
    vonCindy Boden
    schließen

Die Union verliert in der Wählergunst. Das zeigt nun die nächste Umfrage. Aber auch die Grünen fallen in dieser Woche. Eine Kanzlerpräferenz ist deutlich.

Berlin - Der Trend zeigt nach unten. Gemeint sind die Umfrage-Werte der Union. Laut RTL/ntv-“Trendbarometer“ verlieren CDU* und CSU* gegenüber der Vorwoche erneut einen Prozentpunkt. Die Parteien kommen damit zusammen auf 33 Prozent der Stimmen der Befragten. Das entspricht in etwa dem Ergebnis der Union bei der letzten Bundestagswahl 2017, wo es am Ende 32,9 Prozent der Stimmen waren. Seit März 2020, als die Corona-Krise so richtig losging, ist das der schlechteste Wert. Und nicht nur bei dieser Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa sieht es schlechter auch, auch laut Kantar sinken die Unionswerte. Eine INSA-Umfrage vom 8. März sieht die Union gar nur noch bei 30 Prozent*.

Naheliegender, möglicher Hintergrund des Rückgangs der Unionszahlen sind die Masken-Affäre und die Corona-Debakel* rund um das Impfen und Testen. Ausgerechnet vor den zwei Landtagswahlen am Sonntag in Rheinland-Pfalz* und Baden-Württemberg*, in denen die CDU die oder den derzeitigen Ministerpräsidenten ablösen will, schwächelt die Partei damit in bundesweiten Umfragen.

Umfrage vor der Bundestagswahl: Union und Grüne verlieren leicht, FDP und AfD legen leicht zu

In dieser Woche verlieren jedoch auch die Grünen in dieser Momentaufnahme einen Prozentpunkt. Der mögliche Koalitionspartner der Union nach der Bundestagswahl erreicht damit laut Forsa derzeit 18 Prozent. Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl dennoch eine satte Steigerung: Damals konnten die Grünen nur 8,9 Prozent der Stimmen einholen.

Profiteure der ersten Märzwoche sind FDP* und AfD, die jeweils einen Punkt dazugewinnen. Die Liberalen landen damit bei 8 Prozent (2017: 10,7 Prozent). Die AfD* steigt auf 10 Prozent (2017: 12,6 Prozent). Für SPD und Linke ändert sich erst einmal nichts: Die Sozialdemokraten, die bereits ihr Wahlkampfprogramm vorgestellt haben, verharren damit bei 16 Prozent (2017: 20,5 Prozent), die Linke bei 8 Prozent (2017: 9,2 Prozent). Für eine andere Partei würden sich immerhin noch 7 Prozent entscheiden, vor vier Jahren waren es 5,2 Prozent.

Umfrage zum Vertrauen in die politische Kompetenz der Parteien: Auch da verliert die Union

Das alles dominierende Thema in der Politik bleibt Corona. Entsprechend interessant ist es, sich aktuelle Zahlen zu Vertrauen in die politische Kompetenz der Parteien anzuschauen. Bei der Union sinkt dieser Wert derzeit - gegenüber der Vorwoche laut Forsa sogar um fünf Prozentpunkte auf 30 Prozent. Das sind satte zehn Prozentpunkte weniger als noch Anfang Januar. Zum Gesamtbild gehört aber auch: Jeweils nur 6 Prozent der Menschen trauen SPD und Grüne* zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. 8 Prozent halten eine der übrigen Parteien für kompetent, aber 50 Prozent billigen gar keiner Partei diese politische Kompetenz zu.

Und dann ist da noch die Frage des künftigen Kanzlers nach Angela Merkel* (CDU): Wäre eine direkte Wahl durch die Deutschen möglich, würden sich 37 Prozent für Markus Söder (CSU) entscheiden (plus 1 Prozentpunkt). Grünen-Chef Robert Habeck verliert hingegen einen Prozentpunkt und landet bei 18 Prozent. Olaf Scholz von der SPD* bleibt unverändert bei 15 Prozent. In der zweiten möglichen Konstellation, wenn also für die Union Armin Laschet antritt, käme der CDU-Chef unverändert auf 22 Prozent, Habeck auf 21 Prozent (minus 1 Prozentpunkt) und Scholz auf 20 Prozent (plus 2 Prozentpunkte) - also ein sehr enges Rennen. (cibo) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Umfrage vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL

Die Daten wurden vom 2. bis 8. März erhoben, befragt haben die Forscher 2510 Personen. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkte - das ist vor allem bei knappen Entscheidungen wichtig.

Auch interessant

Kommentare