Annalena Baerbock und Armin Laschet in der 236. Sitzung des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude. Berlin, 24.06.20
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Annalena Baerbock und Armin Laschet in der 236. Sitzung des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude.

Auch FDP rutscht plötzlich ab

Umfrage-Klatsche für Grüne und Union - doch für Laschet kommt es sogar noch schlimmer

Zweieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl festigt sich ein Umfragetrend. Die SPD legt weiter zu, die CDU lässt immer mehr Federn, selbst im Laschet-Bundesland NRW.

Allensbach/Dortmund - Wäre heute Bundestagswahl*, würden bei der SPD die Korken knallen. In einer neuen Umfrage des Allensbach-Instituts überzeugten die Sozialdemokraten um Kanzlerkandidat Olaf Scholz* 27 Prozent der Befragten und verzeichnen damit ein Plus von drei Prozentpunkte gegenüber der letzten Umfrage des Instituts im August. Die Union lag bei Allensbach erstmals nicht mehr auf dem Spitzenplatz.

Für die CDU/CSU ermittelten die Meinungsforscher im Auftrag der FAZ in ihrer repräsentativen Studie lediglich 25 Prozent (-1). Die Grünen* liegen nach dieser Umfrage bei 15,5 Prozent (-1,5). Die AfD sieht Allensbach bei 11 Prozent, die FDP bei 9,5 Prozent und die Linke bei 6 Prozent.

Allensbach Umfrage bestätigt SPD-Aufschwung - Laschets CDU verliert sogar in NRW

Für die Union ist die Umfrage des Allensbach-Instituts ein weiterer herber Rückschlag: Während die CSU sogar in Bayern Federn lässt*, kommt es für CDU-Kanzlerkandidat noch dicker. Denn selbst im Bundesland ihres Kanzlerkandidaten Armin Laschet liegt die CDU* jetzt weit hinter der SPD.

Laut einer Erhebung des Civey-Instituts im Auftrag von Sat.1 NRW kommt die CDU in Nordrhein-Westfalen auf 24 Prozent der Stimmen, die SPD auf 28 Prozent. Die Grünen würden demnach 16 Prozent der Befragten in Nordrhein-Westfalen wählen.

Bundesweiter Umfragetrend: SPD legt weiter zu, Union schon unter 20 Prozent

Bereits am Dienstag war die Union in einer Umfrage bundesweit unter 20 Prozent gefallen (19 Prozent). Stärkste Kraft war bei der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa die SPD mit 25 Prozent.

Für die Umfrage des Allensbach-Instituts wurden in der Zeit zwischen dem 1. und 7. September deutschlandweit insgesamt 1258 Personen befragt. Für die Umfrage des Civey-Instituts in Nordrhein-Westfalen wurden in den vergangenen Tagen repräsentativ etwa 1900 wahlberechtigte Bürger in NRW befragt. Grundsätzlich spiegeln Wahlumfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind außerdem immer mit Unsicherheiten behaftet. (dpa/jo) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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