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Horst Seehofer (l.) kann die Interessen Bayerns in Berlin besser vertreten als Markus Söder (r.), glaubt man einer Umfrage.

CSU bangt um absolute Mehrheit

Umfrage: Seehofer ist geeigneter als Söder

München - Eine Umfrage zeigt: Die CSU muss um ihre absolute Mehrheit bangen. Die Befragten haben auch darüber abgestimmt, wer am besten in Berlin die bayerischen Interessen vertritt.

Die CSU muss laut einer Umfrage weiter um ihre absolute Mehrheit in Bayern bangen. Wäre am Sonntag Landtagswahl, käme die Partei von Horst Seehofer wie schon im Vormonat auf 45 Prozent der Stimmen, ergab die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung im Auftrag von Sat.1 Bayern. Mit SPD, Grünen, Freien Wählern, AfD und FDP würden gleich fünf weitere Parteien in den bayerischen Landtag einziehen - und kämen zusammen auf 49 Prozent.

Allerdings stärkten bei der Umfrage zwei Drittel der Befragten Horst Seehofer den Rücken. Auf die Frage, ob Horst Seehofer oder Markus Söder am besten geeignet ist, die Interessen gegenüber der CDU in Berlin zu vertreten, stimmten 67 Prozent für Seehofer.

Markus Söder trauten das nur 24 Prozent der Befragten zu. Die üblichen neun Protzen wollten keine Angabe machen oder fanden beide nicht geeignet. Außerdem waren die befragten Bürger der Meinung, dass der CSU-Chef als Minister nach Berlin muss. 57 Prozent sprachen sich dafür aus, 34 Prozent sahen dies nicht als Zwang an.

Seit einiger Zeit beharken sich die beiden Politiker, um die wichtige Position bei der CSU. Vor kurzem sorgte ein Enthüllungsbuch über den Machtkampf von Seehofer und Söder für Aufregung.

CSU bleibt gleich, SPD legt zu

Im Vergleich zur September-Umfrage blieb der Wert für die CSU unverändert. Dagegen konnte die SPD leicht auf 19 Prozent zulegen, im Vormonat hatten die Sozialdemokraten noch bei 18 Prozent gelegen. Die Grünen büßten zwei Prozentpunkte ein und kamen nur noch auf 10 Prozent der Stimmen. Die AfD liegt unverändert bei 9 Prozent, die Freien Wähler erreichen 6 Prozent, und die FDP erhält 5 Prozent.

Das Hamburger Umfrage-Institut GMS hatte im Auftrag von Sat.1 Bayern zwischen dem 7. und 12. Oktober 1013 Wahlberechtigte befragt.

dpa/sap

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