Merkel-Nachfolge

Umfrage vor der Entscheidung der K-Frage: Söder düpiert alle - vor allem Laschet

  • vonDana Popp
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CDU-Chef Armin Laschet erzielt in einer Forsa-Umfrage schlechte Ergebnisse. Markus Söder (CSU) führt deutlich vor den Konkurrent:innen.

Berlin - Im September findet die Bundestagswahl 2021 statt. Angela Merkel wird nicht erneut als Bundeskanzlerin kandidieren und die Union hat noch nicht festgelegt, wer ihr Kanzlerkandidat sein wird.

In dem am Mittwoch, den 7. April, veröffentlichten Trendbarometer des Instituts Forsa für RTL und n-tv sind die Grünen nur noch vier Prozentpunkte hinter der Union. Zudem sehen die Umfragewerte für den CDU-Parteichef Armin Laschet nicht gut aus. Laschet ist laut dem Trendbarometer der unbeliebteste Kanzlerkandidat. Ein komfortabler Vorsprung der CDU/CSU in den Umfragen zur Bundestagswahl 2021 ist in den vergangenen Wochen schon stark geschmolzen.

Wird Söder Kanzlerkandidat der Union? - Laschet schneidet in Umfrage schlecht ab

In der Forsa-Umfrage wurde gefragt, welche:n der Kanzlerkandidat:innen die Befragten wählen würden, wenn sie dies durch eine direkte Wahl tun könnten. Würde bei der Wahl Armin Laschet gegen Robert Habeck und Olaf Scholz antreten, hätten Laschet und Scholz jeweils nur 17 Prozent der Stimmen. Habeck hätte hingegen 5 Prozentpunkte mehr. Angenommen Annalena Baerbock würde gegen Laschet und Scholz antreten, hätte auch sie deutlich mehr Zustimmung mit 23 Prozent. 17 Prozent würden sich für den SPD-Kanzlerkandidaten Scholz und 16 Prozent für Laschet entscheiden. Für die Erhebung befragte Forsa vom 30. März bis 1. April 1501 Menschen. Die Fehlermarge der Umfrage liegt laut Institut bei plus oder minus 2,5 Prozentpunkten.

Die meiste Zustimmung bei dem RTL/ntv-Trendbarometer bekam jedoch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. Würde die Union ihn als Kanzlerkandidaten aufstellen, sehen die Umfragewerte weitaus besser aus, als mit Laschet als Kanzlerkandidaten. Es würden sich im Moment 38 Prozent für den CSU-Chef Söder entscheiden, sollte er gegen Robert Habeck und Olaf Scholz antreten. Habeck käme in dieser Konstellation auf 19, Scholz auf 13 Prozent. Sollten seine Gegen-Kandidat:innen Annalena Baerbock und Olaf Scholz sein, läge Söder mit 39 Prozent ebenfalls klar vorne. Die Chefin der Grünen käme auf 20, Olaf Scholz auf 14 Prozent. Gegen Annalena Baerbock würde Söder also um 23 Prozentpunkte besser abschneiden als CDU-Chef Armin Laschet. Zwischen Ostern und Pfingsten soll in der Union geklärt werden, wer die Kanzlerkandidatur übernehmen soll. Einige CDU-Abgeordnete fordern gegenüber dem Spiegel Mitspracherecht bei der K-Frage.

Grüne-Kanzlerkandidatur: Baerbock in Umfrage vor Habeck

Eine weitere Frage, die noch offen bleibt, ist die der Grünen-Kanzlerkandidatur. Laut den Ergebnissen der Umfrage hat Parteichefin Annalena Baerbock ihren Co-Vorsitzenden Robert Habeck überholt, wie auch 24hamburg.de* berichtet Baerbock lag erstmals in der Kandidatenpräferenz der Befragten vor Habeck. Gegen einen Unionskandidaten Markus Söder (CSU) käme Baerbock auf 20 Prozent Zustimmung, Habeck auf 19 Prozent. Gegen einen Kandidaten Armin Laschet (CDU) würde Baerbock 23 Prozent erreichen und Habeck 22 Prozent.

Die Grünen teilten am Mittwoch mit, dass sie am 19. April ihre Kandidatin oder ihren Kandidaten für das Kanzleramt benennen wollen. Die Partei befindet sich weiter in einem Umfragehoch und haben das Ziel, bei der Bundestagswahl am 26. September die Union erstmals als stärkste Kraft abzulösen. Im Trendbarometer vom Mittwoch kamen sie auf 23 Prozent und lagen damit nur noch knapp hinter der Union mit 27 Prozent. Die SPD erreichte 15 Prozent, FDP und AfD jeweils zehn Prozent und die Linke sieben Prozent. Das Jahr 2021 ist ein Superwahljahr und in den ersten beiden Wahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg im März hat die CDU historisch schlechte Umfragewerte erzielt. (dp/afp)

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel

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