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Merkel-Nachfolger Söder? Nächste Umfrage-Klatsche - Union weiter im freien Fall

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Armin Laschet (r.) und Markus Söder.
Armin Laschet (r.) oder Markus Söder: Wer wird Kanzlerkandidat der Union? © Federico Gambarini/dpa

In mehreren Umfragen zeichnet sich ein deutlicher Wunsch nach einem der beiden Kanzlerkandidaten der Union ab. Derweil rutschen CDU und CSU im Deutschlandtrend massiv ab.

Berlin - Vor der Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union liegt der CSU-Vorsitzende Markus Söder in der Gunst der Bevölkerung weiter deutlich vor CDU-Chef Armin Laschet. Nach dem jüngsten ARD-Deutschlandtrend von infratest dimap sind 54 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Söder ein guter Kanzlerkandidat wäre, das sind drei Prozentpunkte mehr als Mitte März. Bei Laschet hingegen sind nur 19 Prozent dieser Meinung (minus drei Prozentpunkte).

Zugleich setzt sich der Abwärtstrend der Union fort. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die CDU/CSU der Umfrage zufolge nur noch auf 27 Prozent (minus sieben Punkte). Die SPD erreicht demnach unverändert 16 Prozent. Die Grünen legen zwei Punkte zu und erzielen 22 Prozent. Die FDP landet mit zwei Prozentpunkten mehr bei neun Prozent. AfD und Linke bleiben unverändert bei elf beziehungsweise sieben Prozent.

Umfrage-Hammer für CDU-Chef Laschet: Partei-Mitglieder wollen Söder als Kanzlerkandidaten

Das Ergebnis des ARD-Deutschlandtrends zur Kanzlerkandidatur wird von einer weiteren Umfrage gestützt, in einigen Aspekten sogar überboten: Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Redaktionsnetzwerks Deutschland wünschen sich 21 Prozent der CDU-Mitglieder Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union. Söder kommt auf 68 Prozent. Drei Viertel der CDU-Mitglieder sind der Ansicht, der bayerische Ministerpräsident würde bei der anstehenden Bundestagswahl ein besseres Ergebnis erzielen als Laschet. Lediglich 18 Prozent glauben, Laschet würde besser abschneiden.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte von Freitag bis Montag 1030 CDU-Mitglieder zur Lage der Partei. Demnach sehen 51 Prozent im schlechten Corona-Management einen Grund für die aktuell bundesweit schlechten Umfragewerte und das schlechte Abschneiden bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Als weitere Ursache gaben 41 Prozent der Befragten die sogenannte Maskenaffäre und Bestechlichkeit von Politikern an, 22 Prozent regionale Gründe und 16 Prozent Profillosigkeit. Knapp die Hälfte der Befragten sehen die Partei in ihrer schwersten Krise seit der Spendenaffäre.

Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt forderte die Union zur Geschlossenheit auf. "Ich glaube, die Union wird nur erfolgreich sein, wenn sie als Mannschaft antritt", sagte Voigt der Rheinischen Post. Es sei gut, dass die Union mit Laschet und Söder zwei starke Ministerpräsidenten habe. Die Entscheidung, wer von den beiden Regierungschefs als Kanzlerkandidat der Union antritt, soll zwischen Ostern und Pfingsten fallen.

Umfrage-Tief für Union: Grüne legen zu, CDU und CSU brechen massiv ein

In mehreren Umfragen brach die Union zuletzt massiv ein. Auch in einer am Donnerstag veröffentlichten YouGov-Umfrage verlor die Union deutlich an Zustimmung: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden CDU und CSU demnach nur noch auf 27 Prozent der Stimmen kommen. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als im Februar und neun Punkte weniger als im Januar.

Video: Kanzlerkandidaten-Umfrage: Söder deutlich vor Laschet

Die SPD lag in der Umfrage im März bei 17 Prozent. Die Grünen legten um drei Punkte auf 21 Prozent zu, die FDP verbesserte sich um zwei Punkte auf zehn Prozent. Die AfD kam unverändert auf elf Prozent, die Linkspartei auf acht Prozent. Für die sogenannte Sonntagsfrage gaben laut dem Meinungsforschungsunternehmen YouGov 1637 Menschen unter 2054 wahlberechtigten Umfrageteilnehmern zwischen Donnerstag und Montag ihre Wahlabsicht an. (dpa/AFP/fmü)

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