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Ein Flüchtling an der serbisch-kroatischen Grenze.

Winterklausur der Landtags-CSU

Umfrage: Mehr als zwei Drittel der Bayern für Flüchtlings-Obergrenze

Wildbad Kreuth - 71 Prozent der Menschen in Bayern halten eine Obergrenze der Flüchtlingszahl für notwendig. So lautet zumindest das Ergebnis einer Umfrage des Instituts "policy matters" von Anfang Januar.

71 Prozent der Menschen in Bayern halten nach einer neuen Umfrage eine Obergrenze für Flüchtlinge für notwendig. Auch Freie-Wähler- und SPD-Anhänger sind mehrheitlich dafür, wie aus der Erhebung im Auftrag der Landtags-CSU hervorgeht, die am Dienstag auf deren Winterklausur in Wildbad Kreuth vorgestellt wurde. Lediglich unter den Grünen-Anhängern sind die Befürworter einer Obergrenze in der Minderheit.

Die anhaltend hohe Zahl von Flüchtlingen macht der Umfrage zufolge zwei Drittel aller Bayern große oder sogar sehr große Sorgen. 31 Prozent sagen dagegen, sie hätten angesichts der Entwicklung nur geringe oder gar keine Sorgen.

77 Prozent lehnen Vollverschleierung ab

64 Prozent der Menschen sind laut Umfrage dafür, dass Integration sich an den Spielregeln der hiesigen Gesellschaft, also der hiesigen „Leitkultur“, ausrichten müsse. 29 Prozent bevorzugen dagegen eine multikulturelle Gesellschaft, in der Migranten nach ihren eigenen Traditionen und Normen leben können. Nur bei den SPD-Anhängern ist eine Mehrheit von 66 Prozent für eine - in der Frage so definierte - multikulturelle Gesellschaft.

Eine Vollverschleierung von Frauen lehnen demnach 77 Prozent der Bayern strikt ab. Auch bei den Grünen sind es noch 62 Prozent. Das Institut „policy matters“ hatte vom 4. bis 11. Januar insgesamt 1016 Menschen in Bayern telefonisch befragt.

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