Umfrage des Allenbach-Instituts

Bürger halten Deutschland für ungerecht

Berlin - Die deutschen Bürger halten ihr eigenes Land für ungerecht. Deshalb unterstützt die Mehrheit die Renten- und Mindestlohn-Pläne der Regierung.

Die Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge die Bundesrepublik für ein ungerechtes Land und befürwortet deshalb die Renten- und Mindestlohn-Pläne der Regierung. 59 Prozent der Befragten finden, dass es in Deutschland nicht gerecht zugeht, ergab eine repräsentative Allensbach-Umfrage, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet. 52 Prozent halten es für wichtiger, die soziale Gerechtigkeit zu erhöhen, als den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.

Die geplanten Maßnahmen von Schwarz-Rot werden daher nach Ansicht der großen Mehrheit den sozialen Frieden erhöhen: etwa die Aufstockung der Rente von Geringverdienern (79 Prozent), der gesetzliche Mindestlohn (78 Prozent) sowie die Rente mit 63 und die frühere Gleichstellung von Leiharbeitern mit regulären Arbeitnehmern (je 70 Prozent).

Das empfinden die Deutschen als gerecht

91 Prozent sehen soziale Gerechtigkeit nur dann als erfüllt an, wenn ein Beschäftigter von seinem Lohn leben kann. 90 Prozent, wenn alle Kinder die gleichen Chancen auf eine gute Schulbildung haben.

Die Rente mit 63 Jahren und ein gesetzlicher Mindestlohn gehören zu den wichtigsten Projekten der Bundesregierung. Entsprechende Gesetzentwürfe sind inzwischen ausgearbeitet, über Einzelheiten wird in der großen Koalition aus Union und SPD aber noch gerungen.

dpa/AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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