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Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich eine große Koalition aus CDU/CSU und SPD. 58 Prozent befürworteten in einer am Freitag veröffentlichten Umfrage für das ZDF-„Politbarometer“ eine schwarz-rote Regierung.

ZDF-„Politbarometer“

Umfrage: Mehrheit für große Koalition

Berlin - Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich eine große Koalition aus CDU/CSU und SPD. 58 Prozent befürworteten in einer am Freitag veröffentlichten Umfrage für das ZDF-„Politbarometer“ eine schwarz-rote Regierung.

Jeder Vierte fände das schlecht. Für eine schwarz-grüne Koalition war knapp ein Drittel der Befragten (32 Prozent). Dass die SPD gemeinsam mit Grünen und Linken die Regierung übernimmt, wünschen sich nur 22 Prozent - eine große Mehrheit (67 Prozent) ist dagegen. Auch den SPD-Anhängern unter den Befragten wäre eine große Koalition am liebsten: In dieser Gruppe lag die Zustimmung für Schwarz-Rot bei 64 Prozent.

Schuldenabbau wichtigste Aufgabe

Als wichtigste Aufgabe der kommenden Bundesregierung sehen die Bürger nach einer Umfrage den Schuldenabbau und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die beiden Herausforderungen nannten im ARD-Deutschlandtrend 92 beziehungsweise 91 Prozent der Befragten. Für fast ebenso dringlich halten sie nach der Infratest-dimap-Erhebung die Senkung der Energiepreise (88 Prozent) und die Einführung eines einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns (85 Prozent). Aus Sicht von mindestens der Hälfte der Bürger ist auch die Erhöhung des Spitzensteuersatzes (58 Prozent) wichtig sowie die Abschaffung des Betreuungsgeldes und die Einführung einer PKW-Maut für ausländische Autofahrer (jeweils 49 Prozent).

Die diskutierte Senkung oder Abschaffung der Fünf-Prozent-Hürde findet der Umfrage für das ARD-„Morgenmagazin“ zufolge bei den Bürgern kaum Unterstützung. 83 Prozent sind für die Beibehaltung, nur 13 Prozent für Änderungen. Hintergrund der Diskussion ist, dass bei der Bundestagswahl rund sieben Millionen Stimmen an Parteien gegangen waren, die an der Hürde scheiterten und deshalb nicht in den Bundestag einzogen.

Befragt wurden am 24. und 25. September 1000 wahlberechtigte Bundesbürger. Die Fehlertoleranz wurde mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten angegeben.

Wer könnte was in einer Großen Koalition werden?

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dpa

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