Schulz mit miesem Ergebnis

Umfrage: Mehrheit der Deutschen sehen Merkel als Siegerin

Die Bundesbürger rechnen einer neuen Umfrage nach mehrheitlich mit einem Ja der SPD zu Koalitionsverhandlungen mit der Union. Dabei bewerten sie auch das Abschneiden der einzelnen Parteien.

Berlin - Die Bundesbürger rechnen mehrheitlich mit einem Ja der SPD zu Koalitionsverhandlungen mit der Union. 69 Prozent erwarten laut einer Umfrage von Infratest dimap für das ARD-Politmagazin „Report München“, dass die SPD sich einer erneuten großen Koalition nicht verweigern wird. 

Unter den befragten SPD-Anhängern glauben das sogar 71 Prozent. Am Sonntag entscheidet ein SPD-Parteitag, ob Parteichef Martin Schulz in Koalitionsverhandlungen einsteigen darf.

Umfrage: Merkel und CDU die Sondierungs-Sieger

Dass die SPD-Spitze nun für Verhandlungen wirbt und damit eine Kehrtwende gemacht hat, sehen sechs von zehn Befragten (59 Prozent) als „Übernahme staatspolitischer Verantwortung“. Ein gutes Drittel (36 Prozent) ist demnach der Meinung, die Sozialdemokraten seien „umgefallen“.

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Etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) glaubt der Umfrage zufolge, dass CDU oder CSU bei den Sondierungen am meisten durchgesetzt haben - 38 Prozent sehen die CDU als Siegerin, 17 Prozent die CSU. Nur 15 Prozent sind der Meinung, dass die SPD am meisten durchsetzen konnte. Unter den SPD-Anhängern ist der Anteil mit 19 Prozent etwas höher.

Merkel am glaubwürdigsten der drei Parteichefs

Von den drei Verhandlungsführern hinterließ Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel bei den Befragten den besten Eindruck. 77 Prozent halten sie für führungsstark, 59 Prozent für glaubwürdig. SPD-Chef Schulz halten nur 28 Prozent für führungsstark und 41 Prozent für glaubwürdig. Dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer sprechen 57 Prozent Führungsstärke zu, für glaubwürdig halten ihn 38 Prozent.

Für die repräsentative Umfrage befragte Infratest dimap 1001 Wahlberechtigte vom 12. bis 15. Januar per Telefoninterview. Die Fehlertoleranz liegt demnach bei 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.

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dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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