FDP droht Parlaments-Aus

CSU nach Verwandtenaffäre bei 47 Prozent

München - Seit gut einer Woche bestimmt die Verwandtenaffäre im Landtag die Schlagzeilen in Bayern. Die Wahlchancen der CSU werden durch die Beschäftigung von Ehefrauen und Kindern nach  aber nicht schlechter.

Die CSU kann auch nach der Verwandtenaffäre auf die absolute Mehrheit bei der Landtagswahl im September hoffen. In der jüngsten Umfrage für Sat.1 Bayern liegen die Christsozialen bei 47 Prozent - einen Prozentpunkt schlechter als bei der vorangegangenen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GMS im Oktober. Die SPD liegt unverändert bei 20 Prozent, die Grünen legen um drei Punkte auf 13 Prozent zu. Die Freien Wähler bleiben bei 8 Prozent, die FDP verliert zwei Punkte und ist laut Umfrage mit 3 Prozent vom Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde bedroht. GMS befragte vom 28. bis 30. April 1008 Bürger.

Aus CSU-Sicht weniger erfreulich ist jedoch ein weiteres Ergebnis der Erhebung: Demzufolge wünschen sich nur 39 Prozent der Befragten eine CSU-Alleinregierung, 15 Prozent sind für eine CSU-geführte Koalition. Für eine weit verbreitete Wechselstimmung fanden die Demoskopen keine Anzeichen. Lediglich 29 Prozent sprachen sich für eine Dreierkoalition von SPD, Grünen und Freien Wählern aus.

Diese Wahlen stehen bis Ende 2014 an

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Somit hat die Umfrage ein leicht paradoxes Phänomen zutage gefördert: Die CSU würde mutmaßlich von mehr Bürgern gewählt als eine CSU-Alleinregierung befürworten. Ein eventuelles Dreierbündnis der Oppositionsparteien findet dagegen weniger Zuspruch als die drei Parteien zusammengerechnet.

Andererseits hat CSU-Chef Horst Seehofer im direkten Vergleich mit seinem SPD-Herausforderer Christian Ude leicht eingebüßt - von 53 auf 52 Prozent Zustimmung. Ude verbesserte sich im Vergleich zur Oktober-Umfrage von 37 auf 39 Prozent.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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