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Umfrage-Schock für Scholz: SPD drittstärkste Kraft - Zeichen stehen auf Koalition nach BaWü-Vorbild

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Von: Andreas Schmid

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat der Ukraine zugesagt, direkte Rüstungslieferungen der deutschen Industrie zu finanzieren. Deutschland will jedoch nach wie vor keine Panzer in die Ukraine schicken. (Archivbild)
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) © John Macdougall/dpa

Bittere Umfrage für die SPD: Die Sozialdemokraten sind nur noch drittstärkste Kraft. Die CDU/CSU liegt mit großem Vorsprung in Führung.

Berlin - Die SPD rutscht in einer aktuellen Umfrage unter 20 Prozent. Laut Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa erreichen die Sozialdemokraten derzeit 19,5 Prozent. Damit ist die SPD nur noch drittstärkste Partei.

Umfrage: CDU/CSU und Grüne vor SPD

Vor der SPD liegen laut Umfrage die Grünen mit 21 Prozent Zustimmung. Stärkste Kraft ist die Union mit 28 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2021 erreichte die SPD mit 25,7 Prozent die meisten Stimmen, CDU/CSU holten gemeinsam 24,1.

Hinter den Grünen folgt ein größerer Abstand zum weiteren Parteienfeld. Die AfD kommt in der von der Bild-Zeitung in Auftrag gegebenen Erhebung auf 10 Prozentpunkte, die FDP erreicht 9,5. Die Linke liegt mit 4 Prozent weiter unter der Fünf-Prozent-Hürde, sonstige Parteien machen 8 Prozent aus.

Koalitionsfrage: Die Zeichen stehen auf Schwarz-Grün

Laut derzeitigen Umfragen ist die SPD außen vor, was potenzielle Koalitionsbildungen betrifft. Wäre aktuell Bundestagswahl, würde vieles auf ein schwarz-grünes Bündnis hindeuten. Eine solche Koalition gibt es bereits in Baden-Württemberg unter Grünen-Führung sowie in Hessen unter CDU-Regie.

Außerdem verhandeln CDU und Grüne derzeit in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein über Schwarz-Grün. In Schleswig-Holstein wollen beide Parteien ihre Gespräche am Dienstag beenden. Eine Einigung gilt als wahrscheinlich.

Beliebtheitsranking: Drei Grünen-Minister vor Scholz

Insa fragte zudem nach der Beliebtheit der deutschen Spitzenpolitiker. An der Spitze liegen drei Grünen-Minister: Robert Habeck (Wirtschaft & Klimaschutz), Annalena Baerbock (Außen) und Cem Özdemir (Landwirtschaft). Dahinter folgt Kanzler Olaf Scholz, der im Vergleich zur vergangenen Erhebung drei Plätze gut machen konnte. Die Umfrage wurde kurz nach Scholz‘ Ukraine-Reise durchgeführt.

Spannend: Der beliebteste FDP-Politiker ist derzeit Finanzminister Lindner. Er reiht sich allerdings erst auf Rang zehn in der Liste ein. Davor liegen mit Hendrik Wüst und Markus Söder zwei Ministerpräsidenten und mit Sahra Wagenknecht eine Linkspolitikerin, die derzeit kein herausragendes Amt innehat. (as)

Hinweise zur Umfrage: Das Meinungsforschungsinstitut Insa befragte im Auftrag der Bild-Zeitung 2063 Befragte vom 17. bis 20. Juni. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten.

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