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Bundeskanzlerin Merkel hat an Beliebtheit zugelegt, Gabriel schaffte es nicht in die Top 3.

Aktuelle Zahlen der Meinungsforscher

Umfragen: Plus für die Kanzlerin, Minus für die AfD

Berlin - ARD und ZDF veröffentlichen neue Wählerumfragen: Während die AfD für das Chaos an der Parteispitze abgestraft wird, gibt es leichte Zugewinne für Union und SPD.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU laut dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" unverändert auf 34 Prozent und die SPD würde um einen Punkt auf 23 Prozent zulegen. Im ARD-"Deutschlandtrend" gewinnt die Union zwei Punkte und liegt bei 34 Prozent, die SPD legt um einen Punkt auf 22 Prozent zu.

Die Grünen würden laut "Politbarometer" einen Punkt auf 13 Prozent zulegen. Die AfD verschlechtert sich dagegen um einen Punkt auf elf Prozent. Die Linkspartei kommt unverändert auf neun Prozent, die FDP kann weiter mit sechs Prozent rechnen.

Im "Deutschlandtrend" verliert die AfD drei Punkte und liegt nun bei zwölf Prozent. Die Grünen kommen unverändert auf 13 Prozent, Linkspartei und FDP verharren bei neun und sechs Prozent.

Steinmeier ist der beliebteste Politiker

Das Urteil der Deutschen über Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fällt wieder deutlich besser aus. Ihre Zustimmungswerte stiegen in beiden Umfragen deutlich an. Im "Deutschlandtrend" erhöhte sich die Zustimmung zu Merkel um neun Punkte auf 59 Prozent. Dies ist ihr bester Wert seit September 2015. Vor ihr liegen allerdings noch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit einem Zustimmungswert von 74 Prozent und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 64 Prozent.

Die Liste der beliebtesten Politiker im "Politbarometer" führt ebenfalls Steinmeier an. Auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf kommt er auf einen Durchschnittswert von 2,3. Auf den Plätzen zwei und drei liegen der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit 2,2 und Finanzminister Schäuble mit 1,9. Danach folgt Merkel mit 1,7, die damit allerdings gegenüber dem Wert von 1,3 im Juni deutlich zulegt.

Mehrheit der Deutschen von der EU überzeugt

Außerdem bewerteten die Befragten die Europäische Union für das ZDF-"Politbarometer".  Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Befragten an, dass die EU-Mitgliedschaft der deutschen Bevölkerung eher Vorteile bringt. Das ist demnach der positivste Wert, der jemals in der Umfrage gemessen wurde.

Lediglich zehn Prozent der Deutschen gehen von überwiegenden Nachteilen durch die EU-Mitgliedschaft aus. Ein gutes Drittel (37 Prozent) meint, dass sich Vor- und Nachteile in etwa ausgleichen.

Knapp der Hälfte der Befragten (49 Prozent) wäre es für die Zukunft der EU sogar am liebsten, wenn sich die Mitgliedstaaten enger zusammenschließen würden. Dagegen fänden es 37 Prozent besser, wenn die einzelnen Länder wieder mehr Eigenständigkeit bekommen würden. Keine Veränderungen wünschen sich zwölf Prozent.

Für die Sonntagsfrage für den ARD-"Deutschlandtrend" befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch 1504 Wahlberechtigte. Für das ZDF-"Politbarometer" befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Montag bis Donnerstag 1320 Wahlberechtigte.

afp

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