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Die von der CSU attackierte Kanzlerin erhält in Bayern mehr Zuspruch als die CSU-Führung. Foto: Andreas Gebert

Merkel schneidet besser ab

Umfrage: Schlechte Noten für Söder und Seehofer in Bayern

Berlin (dpa) - Mit ihrem Kurs unter anderem in der Flüchtlingspolitik kann die CSU einer Umfrage zufolge bei der Mehrheit der Bayern nicht punkten. Die Bürger bewerten die Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder und Bundesinnenminister Horst Seehofer überwiegend negativ.

Das ergab das neue Trendbarometer von Forsa im Auftrag von RTL und n-tv. Die von der CSU attackierte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erhält in Bayern hingegen mehr Zuspruch als die CSU-Führung. Der von Seehofer geforderte nationale Alleingang in der Flüchtlingspolitik wird überwiegend abgelehnt - in Bayern ebenso wie im Rest der Republik.

In der Forsa-Umfrage sprechen sich bundesweit 71 Prozent der Bürger für die von Merkel angestrebte europäische Lösung in der Asylpolitik aus. Auch zwei Drittel der Bayern (68 Prozent) wollen ein gemeinsames europäisches Vorgehen. Der Anteil der Befürworter einer europäischen Flüchtlingspolitik sei im Laufe des Junis sogar um vier Prozentpunkte gewachsen, erklärten die Demoskopen. Seehofer wird demnach vor allem von den Anhängern der AfD unterstützt: 83 Prozent von ihnen sind für den nationalen Alleingang, aber nur 44 Prozent der CSU-Anhänger.

Schlechte Werte gibt es auch für Söder: Nach den neuen Forsa-Zahlen sind nur 38 Prozent der Bayern mit der Arbeit des Ministerpräsidenten zufrieden, 56 Prozent dagegen weniger zufrieden oder unzufrieden. Das Urteil über Söder ist den Angaben zufolge damit fast so schlecht wie das über Seehofer im Dezember 2017 kurz vor seiner Ablösung als Ministerpräsident. Mehrheitlich zufrieden mit Söder sind lediglich die Anhänger der CSU (56 Prozent) und der AfD (67 Prozent).

Mit Merkels Arbeit sind laut Forsa dagegen 43 Prozent der Befragten in Bayern zufrieden. Selbst unter den CSU-Anhängern schneidet die Kanzlerin mit 61 Prozent besser ab als Söder. Seehofer kommt im Urteil der Bayern genauso schlecht weg wie Söder: Nur 37 Prozent der Bürger bewerten seine Arbeit positiv, 61 Prozent aber negativ. Auch der Innenminister findet mehrheitlich Zustimmung nur bei den Anhängern der CSU (55 Prozent) und der AfD (61 Prozent).

Von der Verteidigung der absoluten Mehrheit bei der Landtagswahl im Oktober ist Söder immer noch weit entfernt. Laut Forsa kommt die CSU in Bayern aktuell auf 40 Prozent. Die Grünen erreichen 14 Prozent, SPD und AfD liegen mit 13 Prozent gleichauf, die Freien Wähler kommen auf 8 Prozent, die FDP auf 5 und die Linke auf 3 Prozent. Bei einer Bundestagswahl könnte die CSU in Bayern zurzeit nur noch mit 36 Prozent rechnen, 2,8 Prozentpunkte weniger als bei der Wahl im September 2017.

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