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Die SPD-Spitze um Martin Schulz auf dem Parteitag.

Miese Werte auch für Seehofer

Umfrage-Schock: SPD stürzt Richtung AfD ab

Nach dem knappen „Ja“ der SPD zu Koalitionsverhandlungen mit der Union verlieren die Sozialdemokraten einer Umfrage zufolge in der Bevölkerung weiter an Zustimmung.

Berlin - Laut der am Montag veröffentlichten Forsa-Erhebung im Auftrag von RTL und n-tv rutschte die Partei im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 17 Prozent. AfD und Linke verbesserten sich um jeweils einen Punkt auf 13 beziehungsweise 11 Prozent. Die anderen Parteien blieben gegenüber der Forsa-Erhebung kurz vor dem Parteitag unverändert: CDU/CSU 34, FDP 8, Grüne 12 Prozent.

Die SPD-Entscheidung zum Eintritt in Koalitionsgespräche findet in der Bevölkerung ein unterschiedliches Echo. Laut einem Wahltrend von „Spiegel Online“ in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey bewerteten die Bürger die Entscheidung der Sozialdemokraten überwiegend skeptisch. Der Forsa-Umfrage zufolge begrüßte hingegen eine Mehrheit der Bundesbürger das SPD-Votum.

Zwei Drittel der SPD-Wähler sagen „JA“ zur GrKo

Laut Civey-Befragung beurteilten gut 51 Prozent den Beschluss des SPD-Parteitags als „eher negativ“ oder sogar „sehr negativ“. Zu einem „eher positiven“ oder „sehr positiven“ Votum kamen nur rund 40 Prozent der gut 5100 Befragten, die online ihre Stimme abgaben.

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Laut Forsa nahmen 59 Prozent der Befragten den SPD-Beschluss erfreut zur Kenntnis. 37 Prozent fanden die Entscheidung nicht richtig, 4 Prozent waren unentschieden. In Reihen der SPD-Wähler begrüßten laut Umfrage 65 Prozent den Schritt.

60 Prozent glauben: Keine Nachverhandlungen mit der Union

Ein SPD-Parteitag hatte am Sonntag Verhandlungen über eine Neuauflage der großen Koalition zwar knapp gebilligt, die SPD-Führung aber aufgefordert, mehrere Punkte noch durchzusetzen.

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Laut Forsa glauben 60 Prozent der Befragten nicht, dass CDU und CSU überhaupt zu Nachverhandlungen bereit sind. Am Ende entscheiden ohnehin noch einmal alle SPD-Mitglieder über einen ausgehandelten Koalitionsvertrag. 59 Prozent der Forsa-Befragten glauben, dass sich die SPD-Mitglieder dann mehrheitlich für den Eintritt in eine neue große Koalition entscheiden würden.

Diese Umfragen schmerzen: Martin Schulz und Andrea Nahles, Führungspersonal der SPD.

Bürger gegen einen „Minister Seehofer“ und „Minister Schulz“

61 Prozent der Deutschen sind gegen Schulz als Minister. Unter den SPD-Wählern sind 43 Prozent dafür, dass Schulz ein Regierungsamt übernimmt, 49 Prozent sind dagegen.

Noch schlimmer steht es in den Umfragen um einen „Minister Horst Seehofer“. 70 Prozent der Deutschen und 50 Prozent der CSU-Wähler wollen ihn nicht am Kabinettstisch einer großen Koalition sitzen sehen. 46 Prozent der AfD-Wähler sind für Seehofer in der Regierung, 45 Prozent dagegen.

Beide haben sich auch noch nicht dazu bekannt ein Ministerium übernehmen zu wollen.

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dpa, mke, Video: Glomex

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