Nach Schock-Werten von Dienstag

Umfrage: CSU kann auf absolute Mehrheit hoffen

Kreuth - Nach den Schock-Meldungen vom Dienstag kann die CSU nun vielleicht doch weiter auf eine absolute Mehrheit in Bayern hoffen. Das ergab eine vom BR veröffentlichte Umfrage.

1000 Wahlberechtigte interviewt

In jüngster Vergangenheit war der Abstand zwischen der CSU und dem Dreierbündnis allerdings noch größer. Noch im November ermittelte das Hamburger Meinungsforschungsinstitut GMS für die Christsozialen 48 Prozent sowie für SPD, Grüne und Freie Wähler zusammen 38 Prozent. Damals konnte sich auch die FDP noch mit fünf Prozent Hoffnungen auf den Wiedereinzug in das Parlament machen. Für die SPD wurden damals 20 Prozent, für die Grünen 10 und die Freien Wähler 8 Prozent gemessen.

Im Vergleich zum Kontrovers-BayernTREND vom Januar 2012 ergeben die neuesten Zahlen für die CSU binnen Jahresfrist einen Zuwachs von drei Punkten. Während die Sozialdemokraten zwei Punkte verlieren, ergibt sich im Jahresvergleich für Grüne, Liberale und Linke keine Veränderung, die Freien Wähler gewinnen einen Punkt, die Piraten verlieren einen Punkt.

Für die Umfrage im Auftrag des BR wurden von Infratest dimap zwischen dem 3. und 7. Januar dieses Jahres 1000 Wahlberechtigte in Bayern telefonisch interviewt.

Am Dienstag hatte eine vom Meinungsforschungsinstitut in Allensbach veröffentlichte Studie für Schockzustand in der CSU gesorgt. Laut einer Prognose des Instituts stehe die Partei derzeit nur noch bei 41 Prozentpunkten, hieß es.

Seehofer: „Alle Strategien gegen mich sind gescheitert“

CSU-Chef Horst Seehofer sieht seine Arbeit nach der jüngsten für die CSU erfreulichen Umfrage bestätigt. „Das ist eine Verstetigung seit dem Frühjahr des letzten Jahres“, sagte Seehofer zu dem 47-Prozent CSU-Umfragewert. „Alle Strategien gegen mich sind gescheitert.“ Der in den Medien erhobene Vorwurf der Wendigkeit werde von der Bevölkerung nicht geteilt.

Seehofer forderte Disziplin vom Koalitionspartner FDP, der laut Umfrage in Bayern bei drei Prozent liegt. „Das ist ein hausgemachtes Problem“, sagte Seehofer zur FDP-Führungskrise um Parteichef Philipp Rösler. Die FDP habe sowohl in Bayern als auch im Bund das Potenzial, wieder in Land- und Bundestag einzuziehen. „Die hätten's im Kreuz.“

Dobrindt: Allensbach handelte unverantwortlich

Alexander Dobrindt kritisiert im Phoenix-Interview die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach massiv, nach der die CSU aktuell nur 41 Prozent ereichen würde. "Es ist unverantwortlich. Auch Umfrageinstitute haben ja eine Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit", sagte der CSU-Generalsekretär. "Wenn man Zahlen nennt, die ungesichert, oder nicht ganz sicherer Herkunft sind, dann sollte man damit vorsichtiger umgehen."

dpa

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