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Markus Söder

CDU/CSU verliert dramatisch in der Wählergunst

Umfrage-Klatsche für Laschet und die Union - Söder hängt NRW-Chef in der K-Frage deutlich ab

  • Josef Forster
    vonJosef Forster
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Markus Söder sehen aktuelle Umfragen bei der Kanzlerkandidatur vorne - Die CDU/CSU verliert in der Wählergunst dramatisch, aktuell soll nur eine Regierungskonstellation möglich sein.

München - Die schleppende Impfkampagne, Vorwürfe über mangelnde Corona-Untersützung für Unternehmer:innen und zuletzt der Maskenskandal. Die Kritik am Corona-Management der Union wächst, doch spiegeln sich die Entwicklungen der vergangenen Monate auch in der Wählergunst wider? Wie eine Umfrage des Instituts infratest dimap für das ARD-Morgenmagazin zeigt, verliert die CDU/CSU Rückhalt in der Bevölkerung. Doch ein Unions-Politiker geht als klarer Sieger aus der Befragung hervor.

CDU/CSU verliert an Zustimmung - Markus Söder bei Anhänger:innen beliebt

Während die SPD mit Olaf Scholz ihren Kanzlerkandidaten schon gefunden hat, warten die Unionsanhänger weiterhin auf ihren Spitzenkandidaten. Beobachter:innen erwarten eine Entscheidung zwischen Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder und dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet zwischen Ostern und Pfingsten. Wenn es nach den Teilnehmer:innen der Umfrage geht, soll Markus Söder der Kanzlerkandidat der Union werden. Mehr als drei Viertel der befragten Unionsanhänger sehen in dem bayerischen Ministerpräsidenten einen „guten Kanzlerkandidaten“, in der Gesamtbevölkerung teilen 51 Prozent diese Meinung. Söder setzt sich damit deutlich gegen Mitbewerber Armin Laschet durch.  Für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsident sprechen sich aktuell 22 Prozent der Wahlberechtigten und 30 Prozent der Unions-Anhänger aus.

Laut der infratest dimap-Umfrage sinken die Zustimmungswerte der Unionsfraktion auf den niedrigsten Wert seit einem Jahr. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, läge die CDU/CSU bei 29 Prozent. Zum Vergleich: Bei der letzten Wahl im Jahr 2017 konnte die Union 32,9 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinen - damals das schlechteste Ergebnis seit 1949. 2013 errang die CDU/CSU-Fraktion 41,5 Prozent der Stimmen.

Die Befragten der infratest dimap-Erhebung wählen die Grünen mit 20 Prozent zur zweitstärksten Kraft, für die SPD würden sich 17 Prozent entscheiden, die AfD läge bei elf und die FDP bei neun Prozent. Die Linke könnte mit sieben Prozent den Einzug in den Bundestag feiern. Die Umfragewerte dürften die Union nicht überraschen. Schon bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verlor die CDU in der Wählergunst. Auf Bundesebene wäre derzeit nur ein schwarz-grünes Regierungsbündnis mehrheitsfähig.

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Corona-Politik: Knapp ein Drittel der Befragten wünscht sich härtere Maßnahmen

Die Infektionszahlen steigen, trotzdem wird über Lockerungen der Corona-Maßnahmen diskutiert. Geht es nach den Befragten der infratest-dimap-Umfrage, sollten die politischen Entscheidungsträger:innen eine härtere Corona-Politik durchsetzen. Knapp einem Drittel der Studienteilnehmer gehen die aktuellen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung nicht weit genug. Das sind zwölf Prozent mehr als noch zu Beginn des Monats. 38 Prozent der Befragten schätzen die aktuellen Corona-Maßnahmen als „angemessen“ ein, Anfang März waren es noch neun Prozentpunkte mehr. Indessen empfinden ein Viertel der Studienteilnehmer die Mittel der Corona-Politik zu hart.

Obwohl die Union derzeit mit fallenden Zustimmungswerten zu kämpfen hat, hält sich CSU-Chef Markus Söder bislang schadlos. Es bleibt abzuwarten, ob der Maskenskandal in der Union seinem Standing schadet. Zuletzt machte die Meldung Schlagzeilen, dass die Staatsanwaltschaft gegen den CSU-Politiker Alfred Sauter ermittle. (jjf/AFP)

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