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Die AFD um Alice Weidel konnte um einen Punkt zulegen.

Umfragen

SPD und AfD legen in der Wählergunst zu

Die SPD und die AfD haben einer Umfrage zufolge in der Wählergunst zugelegt.

Upate vom 2.9.18, 10.30 Uhr

Im Sonntagstrend der "Bild am Sonntag" verbesserten sich die Rechtspopulisten bundesweit um einen Punkt auf 15 Prozent.

Ein Plus verzeichnete demnach auch die SPD, die sich ebenfalls um einen Punkt auf 19 Prozent steigerte. Die CDU/CSU blieb wie in der Vorwoche bei 30 Prozent, auch FDP und die Linke landeten unverändert bei neun Prozent. Einen Punkt abgeben mussten die Grünen, die auf 14 Prozent kamen. Auf die sonstigen Parteien entfielen vier Prozent, ein Punkt weniger als noch in der Woche davor.

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Für den "Sonntagstrend" befragte das Meinungsforschungsinstitut Emnid zwischen dem 23. und 29. August 2390 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger. Die Frage lautete: "Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären?"

Einer weiteren Emnid-Umfrage zufolge ist eine klare Mehrheit der Deutschen gegen eine Koalition von CDU oder CSU mit der AfD. 71 Prozent lehnten ein solches Bündnis demnach ab, unter den Unionsanhängern waren es sogar 86 Prozent. Nur vier Prozent der Unionswähler und 18 Prozent insgesamt würden ein solches schwarz-blaues Bündnis begrüßen.

27 Prozent der Deutschen finden es nach der "BamS"-Umfrage in Ordnung, wenn gegen Ausländer protestiert wird, 66 Prozent haben dafür kein Verständnis. Wenn es um den Protest gegen Gewalttaten von Ausländern geht, ist das Ergebnis nahezu umgekehrt: 71 Prozent haben hierfür Verständnis, nur 21 Prozent halten auch solche Proteste für falsch.

Mit 66 Prozent findet eine klare Mehrheit, dass Ostdeutschland ein größeres Problem mit Rechtsradikalismus hat als der Westen (Nein: 21 Prozent). Selbst im Osten sehen das 57 Prozent so (39 Prozent nicht).

Für die Umfrage befragte Emnid am 30. August 500 repräsentativ ausgewählte Bürger. Die Fragen lauteten: "Haben Sie Verständnis dafür, wenn gegen Ausländer protestiert wird? Wenn gegen Gewaltdelikte von Ausländern protestiert wird?", "Hat Ostdeutschland ein größeres Problem mit Rechtsradikalismus als der Westen?" und "Sind Sie dafür, dass die Union in den kommenden Jahren in den Bundesländern eine Koalition mit der AfD eingeht?"

Meldung vom 31.8.2018 - AfD klettert auf Rekordwert - Deutsche haben große Furcht vor Rechtsextremisten

Eine große oder sehr große Gefahr sehen laut dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" 76 Prozent der Befragten. Knapp ein Viertel (23 Prozent) sieht das nicht so. Unter den AfD-Anhängern erkennen dagegen nur 34 Prozent eine solche Gefährdung, eine Mehrheit von 65 Prozent sieht diese nicht.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 17 Prozent. Sie legte damit im Vergleich zur vorherigen Umfrage um einen Prozentpunkt zu. Die AfD erreichte damit ihren bislang besten Wert in einer "Politbarometer"-Umfrage.

Umfrage: Nur Jamaika hätte Mehrheit

Die Union liegt unverändert bei 31 Prozent, die SPD verharrt bei 18 Prozent. Die Grünen sacken um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent ab. Die Linkspartei verliert auch einen Punkt und kommt auf acht Prozent. Die FDP liegt unverändert ebenfalls bei acht Prozent.

Nach Chemnitz: AfD schockt CDU in neuer Umfrage - und die Schweiz warnt schon vor uns

Neben einer Fortsetzung der großen Koalition hätte damit von den als möglich angesehen Bündnissen nur eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP eine Mehrheit. Für die Umfrage befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1216 Wahlberechtigte. Der statistische Fehlerbereich liegt bei einem Wert von 40 Prozent bei drei Prozentpunkten, bei zehn Prozent bei zwei Prozentpunkten.

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afp

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