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Union unter Merz erstmals seit fünf Monaten stärkste Kraft - SPD verliert

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Von: Felix Durach

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Die Union legt nach der Wahl von Friedrich Merz zum Vorsitzenden in den Umfragen leicht zu und zieht erstmals seit fünf Monaten an der SPD vorbei.

Berlin - Friedrich Merz soll die CDU nach den Misserfolgen rund um die Niederlage bei der Bundestagswahl im vergangenen September wieder in die Erfolgsspur zurückführen. Der 66-Jährige wurde nach den Auszählungen der Briefwahlstimmen am Montag als Parteivorsitzender der Christdemokraten und somit Nachfolger des gescheiterten Kanzlerkandidaten Armin Laschet bestätigt. In einer Sondersitzung der Union-Bundestagsfraktion Mitte Februar soll Merz darüber hinaus auch zum Fraktionsvorsitzenden gewählt werden und würde somit die zwei wichtigsten Posten innerhalb der Partei innehaben.

Merz: Nach Wahl zum Parteichef - Union legt in Umfrage zu

Ob der 66-jährige Merz die CDU wieder zu alten Erfolg führen kann, werden auch die Ergebnisse der vier in 2022 stattfindenden Landtagswahlen zeigen. Einen ersten Teilerfolg kann der neue CDU-Vorsitzende jedoch bereits am Tag seiner Wahl verbuchen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag der Bild-Zeitung kann die CDU leichte Gewinne verzeichnen. Da die SPD gleichzeitig Verluste einstecken muss, steigen die Christdemokraten erstmals seit fünf Monaten zur stärksten Kraft in der INSA-Sonntagsfrage auf.

Friedrich Merz, CDU-Parteivorsitzender, aufgenommen im Rahmen der Pressekonferenz nach der Auszaehlung der Briefwahl.
Die Union unter ihrem neuen Parteichef Friedrich Merz hat erstmals seit fünf Monaten die SPD in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa überholt. © Florian Gaertner/imago-images

Union zieht in Umfrage an SPD vorbei - erstmals seit fünf Monaten stärkste Kraft

Die CDU erreicht in der Umfrage 25 Prozent der Stimmen und verbessert sich somit im Vergleich zur vorherigen Umfrage um einen Prozentpunkt. Die SPD hingegen verliert zwei Prozentpunkte und belegt mit 24 Prozent erstmals seit dem 16. August 2021 den zweiten Platz. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Union die SPD in eine YouGov-Umfrage überholen können.

Drittstärkste Kraft bleiben die Grünen mit 15 Prozent (+/-0) vor der FDP, die als einzige Regierungspartei leichte Zugewinne verzeichnen konnte. Die Freien Demokraten verbesserten sich im Vergleich zur letzten Umfrage um einen Prozentpunkt. Auf dem vierten Rang folgt die AfD mit zehn Prozent (-1) vor der Linkspartei, die mit leichten Zugewinnen bei 6,5 Prozent (+0,5) und somit wieder deutlicher über der Fünf-Prozent-Hürde liegt. Sieben Prozent (+0,5) entfallen auf die übrigen Parteien.

Umfrage: Ampel-Koalition kann Mehrheit verteidigen - aber Jamaika zieht vorbei

Auch wenn die Ampel-Koalition insgesamt verloren hat, kommen SPD, Grüne und FDP insgesamt auf 51,5 Prozent und können somit ihre Mehrheit verteidigen. Auf Basis der Umfrage-Ergebnisse hätte ein Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP mit 52,5 Prozent jedoch knapp eine größere Mehrheit.

Im Rahmen der Umfrage wurden zwischen dem 28. und 31. Januar insgesamt 2147 Bürgerinnen und Bürger befragt. Die maximale statistische Fehlertoleranz wird von INSA mit +/-2,4 Prozentpunkten angegeben.(fd)

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