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Nachdenklicher Markus Söder.

Nach Wahl zum Ministerpräsidenten

Umfrage zeigt: Auf Söders CSU wartet eine ganz schwere Aufgabe

Mit der Amtsübernahme des neuen bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder steigt seine CSU in der Wählergunst. Doch es gibt ein Problem.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die "Augsburger Allgemeine" (Freitagsausgabe) kommt die CSU auf 41,4 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als in der Umfrage vom Februar. Damit würde die Partei die absolute Mehrheit verlieren und wäre auf einen Koalitionspartner angewiesen.

FDP würde den Sprung ins Parlament verfehlen

Die FDP erreicht in der Umfrage 4,6 Prozent und würde knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Stärkste Oppositionspartei bliebe die SPD mit 14,2 Prozent, vor der AfD mit 12,1 und den Grünen mit 12,0 Prozent. Die Freien Wähler wären der Umfrage zufolge mit 8,4 Prozent sicher im Bayerischen Landtag vertreten, die Linke würde dieses Ziel mit 3,0 Prozent klar verfehlen. Auf die sonstigen Parteien entfielen 4,3 Prozent.

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Für die Erhebung wurden die Antworten von 5004 Teilnehmern aus Bayern berücksichtigt. Der Befragungszeitraum war vom 2. bis 15. März. Der statistische Fehler liegt bei plus/minus 2,5 Prozent, die Ergebnisse können also entsprechend von dem tatsächlichen Meinungsbild in der Bevölkerung abweichen.

Alle Hoffnungen auf Ministerpräsident Söder

Söder ist seit Freitagmorgen neuer bayerischer Ministerpräsident. Der Landtag in München wählte den 51-Jährigen am Freitag mit 99 der abgegebenen 169 Stimmen im ersten Wahlgang zum Nachfolger von Horst Seehofer. 64 Abgeordnete stimmten mit Nein, 4 enthielten sich, 2 Stimmen waren ungültig. Die CSU stellt in dieser Legislatur 101 der 180 Abgeordneten und hat damit die absolute Mehrheit. Zwei von ihnen fehlten bei der geheimen Abstimmung entschuldigt. Söder nahm die Wahl an.

Die CSU-Abgeordneten erhoffen sich mit Söder bessere Chancen, bei der Landtagswahl im Oktober die absolute Mehrheit zu verteidigen.

afp

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