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Bundeswehrsoldaten sichern das Camp Shaheen, ein Feldlager der afghanischen Armee.

Nato-Einsatz am Hindukusch

Umfrage zeigt: Deutsche wollen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan

Die Bundeswehr soll vollständig aus Afghanistan abgezogen werden. Diese Auffassung vertritt laut einer Umfrage eine Mehrheit der Deutschen - vor allem Anhänger der Linken und AfD.

Die Umfrage führte das Institut Insa für die "Bild"-Zeitung durch. 55 Prozent vertraten die Auffassung, dass die Bundeswehr komplett aus Afghanistan abgezogen werden soll, berichtet das Blatt am Donnerstag. Nur 20,3 Prozent sprachen sich demnach für einen Verbleib deutscher Soldaten in Afghanistan aus.

Vor allem Anhänger von AfD und Linke haben klare Meinung

Die Ablehnung des Einsatzes wird dem Bericht zufolge umso größer, je älter die Befragten sind. Besonders deutlich waren die Mehrheiten für einen Abzug demnach auch bei Anhängern von AfD (75 Prozent) oder Linkspartei (71 Prozent), unterdurchschnittlich war der Wert bei Anhängern der Union mit 49 Prozent. Für die Umfrage wurden vom 9. bis 12. Juni 2051 Bürger befragt.

Derzeit sind knapp tausend Bundeswehrsoldaten im Rahmen der Nato-Mission "Resolute Support" am Hindukusch stationiert. Ihre Aufgabe ist die Ausbildung und Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte.

Einsatz dauert länger als erwartet

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) äußerte vor wenigen Tagen die Erwartung, dass sich der Einsatz noch deutlich über 2020 hinaus hinziehen dürfte. Der Kampfeinsatz der Nato-Truppen in Afghanistan war 2014 offiziell beendet worden.

dpa

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