40 Prozent

Umfrage: Migranten sind für weniger Flüchtlinge in Deutschland

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Berlin - Zahlen einer Umfrage zeigen, dass Deutsche mit Migrationshintergrund dem Flüchtlingszustrom skeptisch gegenüberstehen.

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, die von der ''

Welt am Sonntag

'' in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass sich die Zahlen zwischen den deutschen Einwohnern mit und ohne Migrationshintergrund zu Fragen, die die Einwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland betreffen, nur sehr gering voneinander unterscheiden.

Laut der Umfrage finden 40 Prozent der Deutschen mit Migrationshintergrund, Deutschland solle weniger Flüchtlinge aufnehmen als derzeit. Zum Vergleich: Von den Deutschen ohne Migrationshintergrund haben 45 Prozent die selbe Meinung.

Der Meinung, dass gar keine Flüchtlinge mehr aufgenommen werden sollten, sind sogar 24 Prozent der Migranten (ohne Migrationshintergrund sind es 25 Prozent).

Auf der anderen Seite sind acht Prozent dafür, mehr Flüchtlinge aufzunehmen (ohne Migrationshintergrund sind es sechs Prozent). Und dafür, dass Deutschland gleich viele aufnehmen sollte, sind 23 Prozent, während es bei den Deutschen ohne Migrationshintergrund nur 20 Prozent sind.

Zu der Deutung der Ergnisse sagte Wolfgang Kaschuba, Direktor des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung, der "Welt am Sonntag": "Alle Einwanderer wissen natürlich, dass die Ressourcen knapp sind. Sie sind glücklich, wenn sie teilhaben können, und neigen wie die biodeutschen Einheimischen dazu zu fragen: Wird das nicht zu viel? Müssen wir teilen?"

mpa

Rubriklistenbild: © dpa

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