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Horst Seehofer und Angela Merkel bei einer Krisensitzung der Union.

CDU/CSU mit schlechten Werten

Neue Umfrage zum Aylstreit: In einem Punkt schneiden Merkel und Seehofer miserabel ab

Kanzlerin Merkel und Innenminister Seehofer streiten seit Wochen über den richtigen Kurs in der Flüchtlingspolitik. Wie geht es den Wählern dabei? Eine neue Umfrage ist aufschlussreich.

München - Wer ist näher dran am Wählerwillen: Horst Seehofer mit seinen Forderungen nach einer strikten Asylpolitik, notfalls im nationalen Alleingang, oder Angela Merkels moderaterer Kurs einer gesamteuropäischen Lösung? Eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag derBild gibt interessante Aufschlüsse.

Lesen Sie hier: Alles zum Asylstreit und seinen Folgen in unserem News-Ticker

Merkel und Seehofer regieren am Wähler vorbei

Die Umfrage zeigt: Der Asylstreit hat sowohl CDU als auch CSU nicht gut getan. Die Deutschen fühlen sich von beiden Unionspolitikern nur wenig in ihrer Meinung vertreten. Nur 29,7 Prozent, also nicht mal ein Drittel, können sich in ihrer Politik wiederfinden. 46,6 Prozent sagen dagegen, die Kanzlerin vertrete ihre Interessen nicht. 

Bei CSU-Chef Horst Seehofer sieht es ähnlich schlecht aus: Gerade mal 29 Prozent fühlen sich von ihm vertreten, 43,6 Prozent verneinen dies. Seehofer hat mit seiner angestrebten Asylpolitik sogar nur noch 48 Prozent der CSU-Wähler hinter sich - genauso viele CSU-Anhänger stellen sich hinter Merkels Flüchtlingspolitik (49 Prozent)

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Die Wenigsten wollen nationalen Alleingang

Die Mehrheit der Deutschen steht im Asylstreit hinter den Vereinbarungen, die Merkel am vergangenen Wochenende auf dem EU-Gipfel ausgehandelt hat. Etwas mehr als ein Viertel (28 Prozent) will aber bis zur Umsetzung der EU-Beschlüsse Seehofers Forderung verwirklicht sehen und die deutschen Grenzen für Flüchtlinge schließen, die bereits in anderen EU-Ländern registriert sind. Nur 15 Prozent sind für einen komplett nationalen Alleingang ohne Abstimmung mit anderen Staaten und gegen Merkels EU-Beschlüsse.

Zum Thema: Hat Seehofer die CSU verärgert? Als Maischberger bei Aigner nicht weiterkommt, schaltet sich ein Gast ein

Mehrheit für Transitzentren

Eine weitere Umfrage, das ZDF-Politbarometer Extra, gibt darüber Aufschluss, was die Deutschen von den von CSU/CDU vereinbarten Transitzentren halten. Diese sollen an der österreichischen Grenze errichtet werden. Asylbewerber, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind, sollen erst einmal dort landen und von dort in das für sie zuständige Land zurückgebracht werden.

59 Prozent finden die geplanten Transitzentren gut, 35 schlecht, besagt das Politbarometer. Allerdings ist der Glauben an die abschreckende Wirkung solcher Transitzentren gering: Nur 26 Prozent denken, dass dadurch weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen, 68 Prozent sind davon nicht überzeugt. 

Wer hat sich durchgesetzt: Merkel oder Seehofer?

Eine Patt-Situation ergibt das Politbarometer hinsichtlich der Frage, wer sich im Asylstreit durchgesetzt hat. 41 Prozent gaben an, Merkel habe sich eher durchgesetzt, 40 Prozent sehen Seehofer als Gewinner des Streits. 19 Prozent sind hin- und hergerissen.

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