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Annegret Kramp-Karrenbauer (l.) und Anke Rehlinger.

CDU und SPD fast gleich stark

Landtagswahl im Saarland: Das sagen die aktuellen Umfragen

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Saarbrücken - Am Sonntag wählt das Saarland seinen neuen Landtag. Bislang zeichnet sich ab: Es könnte richtig eng werden zwischen CDU und SPD.

  • Das Saarland wählt an diesem Sonntag, 26. März, einen neuen Landtag.
  • In aktuellen Umfragen sind SPD und CDU nahezu gleich auf.
  • Kommt es zum Regierungswechsel an der Saar?

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU will im Amt bleiben, Anke Rehling von der SPD möchte sie ablösen. Wie der Kampf im Saarland am Sonntag, 26. März, ausgeht, ist tatsächlich noch kaum absehbar, denn: Die Umfragen sagen ein denkbar knappes Wahlergebnis zwischen den Christdemokraten und den Sozialdemokraten voraus. Nach einer Vorwahlumfrage, die am Donnerstagabend veröffentlicht worden ist (Auftrag: ARD, Infratest Dimap) liegt die CDU bei 35 Prozent und verliert damit drei Punkte im Vergleich zu Mitte Januar. Die SPD kommt auf 33 Prozent und hat damit sieben Punkte zugelegt - in der Zeit, in die auch die Nominierung von Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten fällt.

Wäre neben einer großen Koalition auch ein rot-rotes Bündnis zwischen der SPD und den Linken möglich? Nein. Die Linkspartei kommt in der Umfrage auf 13 Prozent. Zusammen kämen beide auf 46 Prozent. Damit könnten sie gegen Union, FDP und AfD keine Regierungsmehrheit bilden. Oskar Lafontaine, der Chef der Linksfration, ist jedenfalls optimistisch und rechnet bereits mit dem Ende der großen Koalition im Saarland.  "Der Regierungswechsel ist greifbar nahe. Es scheint so, dass eine Wechselstimmung da ist." 

Und wie sieht es bei den restlichen Parteien aus? Die Grünen würden mit 4 Prozent (minus 0,5) den Wiedereinzug in den Landtag knapp verfehlen. Die FDP wäre mit 5 Prozent knapp drinnen. Die AfD zöge mit 6 Prozent in den Landtag ein.

Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre... (Stand: 22. März)

Institut

Auftraggeber

CDU

SPD

Grüne

FDP

Linke

AfD

INSA

Bild

35 Prozent

33 Prozent

4 Prozent

5 Prozent

13 Prozent

6 Prozent

Infratest Dimap

ARD

35 Prozent

34 Prozent

4,5 Prozent

3 Prozent

13 Prozent

6,5 Prozent

Forschungsgruppe Wahlen

ZDF

37 Prozent

32 Prozent

4 Prozent

4 Prozent

12 Prozent

7 Prozent

Forsa

Forum

34 Prozent

33 Prozent

5 Prozent

4 Prozent

13 Prozent

6 Prozent

Eine neue schwarz-rote Koalition fänden übrigens 61 Prozent der Wahlberechtigten gut, für Rot-Rot wären 36 Prozent der Befragten. Mit der Arbeit der bisherigen Landesregierung sind 68 Prozent zufrieden. An der Saar wird am 26. März ein neuer Landtag gewählt.

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer und auch SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger machten eine Woche vor der Wahl im Saarland deutlich, ihre Partei bei der Wahl zur stärksten Kraft machen zu wollen. Das Ziel der CDU sei es, "deutlich stärkste Kraft zu werden", sagte die Regierungschefin am Donnerstagabend bei einer Diskussionsrunde im Saarländischen Rundfunk (SR). "Wir sind knapp dran", hob Rehlinger mit Blick auf die stark gestiegenen Umfragewerte für die SPD hervor. Ziel sei es nun, stärkste Kraft im Saarland zu werden.

Anke Rehlinger und Annegret Kramp-Karrenbauer.

Seit 2012 regiert die große Koalition in Saarbrücken

In Saarbrücken regiert seit 2012 eine große Koalition von CDU und SPD. Während die Union das Bündnis fortsetzen will, lehnt die SPD in der Koalitionsfrage klare Festlegungen ab. Rehlinger betonte in der SR-Runde erneut, die SPD werde nach der Wahl anhand von Inhalten entscheiden, mit wem sie regieren wolle.

Die Forschungsgruppe Wahlen hat von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche 1054 Wahlberechtigte im Saarland telefonisch befragt. Der Fehlerbereich wird bei einem Anteilswert von 40 Prozent mit gut +/- drei Prozentpunkten angegeben und bei einem Anteilswert von zehn Prozent mit gut +/- zwei Punkten. Die Forschungsgruppe weist deshalb darauf hin, dass ein Scheitern von Grünen und FDP an der Fünf-Prozent-Hürde keineswegs sicher ist. Zurzeit wissen demnach 53 Prozent auch noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Wahl im Saarland: Das sind die weiteren Spitzenkandidaten

Neben Rehlinger und Kramp-Karrenbauer gibt es natürlich noch weitere Spitzenkandidaten für die Wahl im Saarland. Oskar Lafontaine ist für die Linke im Rennen um das Amt des Ministerpräsidenten, sieht aber durch die aktuellen Umfragewerte auch eine rot-rote Regierung mit der SPD als mögliches Ziel. Für die FDP ist Oliver Luksic in den Wahlkampf gegangen - das tat er auch schon bei den vergangenen Landtagswahlen, schaffte es aber nicht einmal, seine Partei in den Landtag zu bekommen. Mit 1,2 Prozent der Stimmen schaffte die FDP die Fünf-Prozent-Hürde nicht. 

Herbert Ulrich kandidiert für die Grünen und Rudolf Müller für die Alternative für Deutschland. Die AfD wird es vermutlich auch in Deutschlands kleinstem Bundesland schaffen, direkt ins Parlament gewählt zu werden. Zehn Prozent werden es zwar wohl nicht werden, aber die Chancen stehen dennoch nicht schlecht.

Hier gibt es übrigens den Wahl-O-Mat zur Landtagswahl im Saarland 2017.

pak/dpa/AFP

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