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Umfrage-Knall vor NRW-Wahl: Letzte Zahlen sehen Wüst vorn - doch es wird ganz eng

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Von: Bettina Menzel

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Der amtierende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, ist bei der NRW-Wahl 2022 Spitzenkandidat der CDU. (Archivbild)
Der amtierende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, ist bei der NRW-Wahl 2022 Spitzenkandidat der CDU. (Archivbild) © Oliver Berg/dpa

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liefern sich CDU und SPD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch wie knapp ist es laut letzten Umfragen wirklich - und welche Koalitionen sind denkbar?

Update vom 15. Mai, 15.30 Uhr: Offenbar hohe Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022 am Sonntag. Bis 12 Uhr mittags hätten bereits knapp 36 Prozent der Wahlberechtigten an der Wahl teilgenommen, teilte Landeswahlleiter Wolfgang Schellen am Mittag auf der Grundlage von Stichproben in acht Kreisen und kreisfreien Städten mit. Bei der Landtagswahl 2017 waren es zum selben Zeitpunkt etwa 34 Prozent.

Die Wahllokale sind seit 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Die erste Prognose zum Wahlausgang wird kurz danach erwartet. Rund 13 Millionen Menschen sind im bevölkerungsreichsten Bundesland wahlberechtigt. In letzten Meinungsumfragen zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der CDU mit Ministerpräsident Hendrik Wüst und der SPD mit Spitzenkandidat Thomas Kutschaty ab.

Umfrage vor NRW-Wahl: Spitzenkandidaten Wüst und Kutschaty haben Stimme abgegeben

Update vom 15. Mai, 11 Uhr: Die Spitzenkandidaten von CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst und Thomas Kutschaty, haben am Sonntagvormittag ihre Stimme abgegeben. Wüst wählte in Rhede bei Bocholt, Kutschaty in Essen. In Nordrhein-Westfalen sind mehr als 13 Millionen Wahlberechtigte zur Wahl eines neuen Landtags aufgerufen.

Umfragen deuteten zuletzt auf einen knappen Sieg der regierenden CDU von Ministerpräsident Wüst hin, die bei 30 bis 32 Prozent gesehen wurde. Die SPD von Herausforderer Kutschaty wurde bei 28 bis 29 Prozent verortet. Die Grünen könnten mit 16 bis 17 Prozent als drittstärkste Kraft ins Landesparlament einziehen. FDP und AfD wurden bei sechs bis acht Prozent gesehen. Den Umfragen zufolge könnte es am Sonntag demnach zu einem Wahl-Showdown im „Swing State“ NRW kommen.

Umfrage vor NRW-Wahl: Grüne gute Chance auf drittstärkste Kraft – SPD und CDU knappes Rennen

Update vom 15. Mai, 8.40 Uhr: In NRW hat am Sonntag die Landtagswahl begonnen. Seit 8 Uhr können mehr als 13 Millionen Wahlberechtigte ihre Stimmen in den Wahllokalen abgeben. Umfragen deuteten zuletzt auf einen knappen Sieg der regierenden CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst hin, die SPD wurde mit zwei bis vier Prozentpunkten Abstand auf dem zweiten Platz verortet. Die Grünen haben den Erhebungen zufolge gute Chancen, als drittstärkste Kraft in den 18. Landtag von Nordrhein-Westfalen einzuziehen.

Wahlumfragen sahen die CDU zuletzt bei bis zu 32 Prozent. Die oppositionelle SPD, die mit Thomas Kutschaty als Spitzenkandidat antritt, erreichte 28 bis 29 Prozent Zustimmung. Die Grünen um ihre Spitzenkandidatin Mona Neubaur kamen in den Umfragen im Monat vor der Wahl auf 16 bis 17 Prozent der Stimmen.

Für die FDP von Vizeministerpräsident Joachim Stamp würden laut den Umfragen sechs bis acht Prozent der Wähler stimmen. Auch die AfD, die vor fünf Jahren in den Landtag einzog, könnte auf sechs bis acht Prozent kommen. Die Linke, die bisher nur einmal im Landtag vertreten war, würde erneut an der Fünfprozenthürde scheitern.

Umfrage-Knall vor NRW-Wahl: Letzte Zahlen sehen Wüst vorn - doch es wird ganz eng

Erstmeldung vom 14. Mai, 22 Uhr:

Düsseldorf - Zwar sind Wahlumfragen immer nur Momentaufnahmen, trotzdem geben sie teils erste Tendenzen der Wählergunst im Land wider. Bei der letzten NRW-Landtagswahl im Jahr 2017 erzielte die CDU 33 Prozent und die SPD 31,2 Prozent der Stimmen. Drittstärkste Kraft wurde die FDP mit 12,6 Prozent - die AfD zog mit 7,4 Prozent der Stimmen erstmals in den Landtag Nordrhein-Westfalens ein. Doch wie sieht das Stimmungsbild bei der NRW-Landtagswahl 2022 aktuell aus?

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU

Der klare Sieg von Daniel Günther (CDU) in Schleswig-Holstein gab der CDU Aufschwung. Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz sprach sogar davon, dass der Erfolg in Schleswig-Holstein „Rückenwind für Nordrhein-Westfalen“ sei. Doch wie ist das Stimmungsbild tatsächlich?

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen sieht eine der letzten Umfragen die CDU weiterhin mit einem knappen Vorsprung vor der SPD. Demnach käme der amtierende Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) auf 31 Prozent, die oppositionelle SPD mit dem Spitzenkandidaten Thomas Kutschaty würde 28 Prozent erreichen. Drittstärkste Kraft wären mit 15 Prozent Zustimmung die Grünen. Diese Daten veröffentlichten die Meinungsforscher von Yougov am Freitag (13. Mai). Interessant ist die Tendenz in NRW: In einer frühere Insa-Umfrage hatten die Sozialdemokraten noch knapp vor den Christdemokraten gelegen.

Yougov-Umfrage: AfD schwächer, Linke würde Einzug in Landtag verpassen

Laut Yougov-Umfrage würde die FDP mit zehn Prozent im Vergleich zur letzten Landtagswahl deutlich an Stimmen verlieren. Andere Meinungsforschungsinstitute sehen die Liberalen allerdings eher bei sechs (Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF) oder acht Prozent (INSA für Bild). Die AfD läge bei sieben Prozent und damit ebenfalls niedriger als bei der vergangenen NRW-Wahl. Allerdings könnte die rechtspopulistische Partei mit diesem Ergebnis erneut in den Landtag einziehen. Das Beispiel Schleswig-Holsteins würde in NRW demnach nicht Schule machen: In Schleswig-Holstein flog die AfD erstmals in Deutschland wieder aus einem Landesparlament, sie konnte bei der Landtagswahl die Fünf-Prozent-Hürde nicht knacken. Die Linke hingegen würde der Yougov-Erhebung zufolge mit vier Prozent der Stimmen in NRW ein weiteres Mal an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und den Einzug in den Landtag verpassen.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch eine Erhebung von Insa im Auftrag der Bild vom Donnerstag (12. Mai): Demnach läge die CDU bei 32 Prozent und könnte damit ihren Vorsprung auf die Sozialdemokraten ausbauen. Die SPD wäre mit 28 Prozent zweistärkste Kraft. Die Grünen kämen auf 16 Prozent, FDP erhielte acht Prozent der Stimmen. Für die rechtspopulistische Partei AfD würden sieben Prozent der Befragten stimmen. Das ZDF-„Politbarometer“ vom 12. Mai sieht die CDU ebenfalls bei 32 Prozent, die SPD bei 29 Prozent. Die Grünen wären mit 17 Prozent ebenfalls drittstärkste Partei. 7 Prozent der Befragten gaben in der ZDF-Umfrage an, AfD zu wählen, für die Liberalen wollten sechs Prozent stimmen.

Umfrage zur Landtagswahl in NRW: Was Prognosen leisten können - und was nicht

Bei Wahlumfragen handelt es sich immer um Momentaufnahmen zum jeweiligen Zeitpunkt, sie spiegeln nicht den Wahlausgang am Wahltag wider. Zudem sind die Werte immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten und damit die Repräsentativität. Die Fehlermargen beziehungsweise Schwankungsbreiten liegen in der Regel bei bis zu zwei bis drei Prozentpunkten, je nach Größe der Stichprobe und anderen Faktoren.

Hätten die letzten Umfragen allerdings recht, könnte der derzeitige CDU-Ministerpräsident Hendrik Wüst Nordrhein-Westfalen rein rechnerisch nicht weiter in einer schwarz-gelben Koalition regieren. Denkbare Alternativen wären etwa eine große Koalition, ein schwarz-grünes Regierungsbündnis oder eine Ampel-Koalition. Die Wahl im bevölkerungsreichsten Bundesland mit rund 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gilt als „kleine Bundestagswahl“. Rund 13,2 Millionen Wahlberechtigte senden mit ihrer Stimmabgabe ein klares Signal ins politische Berlin. In Nordrhein-Westfalen wird am Sonntag (15. Mai) ein neuer Landtag gewählt. Die Wahllokale sind zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet. (afp/dpa/bm).

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