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„Trendumkehr“ in Umfrage: Laschet überholt Grüne - Insa-Chef macht ihm noch größere Hoffnung

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Von: Josef Forster

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Armin Laschet darf sich freuen: Laut der INSA-Umfrage vom 11. Mai legen die Schwesterparteien CDU/CSU zu, die Grünen müssen einen Rückschlag hinnehmen.

Berlin - Die Union hat harte Wochen hinter sich. Die K-Frage schaukelte sich in der CDU und CSU zur Gretchenfrage hoch, der offene Machtkampf irritierte nicht nur Unionsmitglieder. Das Resultat: Zwar steht nun mit CDU-Chef Armin Laschet der Kanzlerkandidat fest, die Umfragewerte der Schwesterparteien stürzten jedoch in den Keller. Vergangene Woche erreichte die Union den Umfrage-Tiefpunkt. In einer Politbarometer-Befragung konnten CDU und CSU lediglich 25 Prozent der potentiellen Wählerstimmen auf sich vereinen, die Grünen bestätigten ihr Hoch, indem sie mit 26 Prozent Zustimmungswerten an der Union vorbeizogen. Der Aufwärtstrend der Umwelt-Partei erhielt nun einen Dämpfer, wie die neue Umfrage des INSA-Instituts zeigt.

Grünen verlieren in Bild-Umfrage: INSA-Chef spricht von „Trendumkehr“

In der Umfrage, die die Bild-Zeitung am heutigen Dienstag veröffentlichte, steigen die Schwesterparteien CDU und CSU in der Wählergunst. Die Union legt im Vergleich zur letzten INSA-Befragung um 1,5 Prozentpunkte zu, die Grünen verloren hingegen einen halben Punkt und kommen nun auf 23,5 Prozent. Die Union schiebt sich mit 25,5 Punkten an den Grünen vorbei. INSA-Chef Hermann Binkert nannte das Unions-Ergebnis eine „Trendumkehr“, dies zeige sich beim Zuwachs an sicheren Stimmen.

Neben den Grünen büßt auch die AfD* in der Wählergunst ein. Die Rechtspopulisten verlieren laut Umfrage einen Punkt und liegen nun bei elf Prozent. Die FDP bleibt stabil bei zwölf Prozent, Olaf Scholz‘ SPD* stagniert bei 15 Punkten. Die Linke verbessert sich leicht um 0,5 Prozent auf einen Stimmanteil von 7,5 Prozent. Für den INSA-Meinungstrend befragte das Institut vom 7. bis 10. Mai 2055 Bürger.

Grüne mit parteiinternem Palmer-Konflikt in den Schlagzeilen

Der grüne Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hatte vergangene Woche in einem Beitrag über den früheren Nationalspieler Aogo, der einen nigerianischen Vater hat, das sogenannte N-Wort benutzt. Mit diesem Begriff wird heute eine früher in Deutschland gebräuchliche rassistische Bezeichnung für Schwarze umschrieben. Daraufhin stimmten die Delegierten beim Grünen-Landesparteitag in Baden-Württemberg für den Parteiausschluss des 48-Jährigen. Die Parteispitze um Annalena Baerbock und Robert Habeck distanzierten sich von Palmer. Die Palmer-Kontroverse könnte für Kanzlerkandidatin Baerbock zum Problem im Bundestagswahlkampf werden. (dpa/jjf)

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