Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock trägt beim Besuch eines Start-up-Unternehmens eine schwarze Maske.
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Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock trägt beim Besuch eines Start-up-Unternehmens eine schwarze Maske.

Neuer Sonntagstrend

Umfragen: Union zieht Grünen davon - doch Baerbock in anderer Frage noch immer vorne

  • Anna-Katharina Ahnefeld
    vonAnna-Katharina Ahnefeld
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Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Grünen und Union bleibt weiter spannend. Aktuell sind CDU und CSU auf Erfolgskurs. Doch nicht bei der Kanzlerkandidatur direkt.

Berlin - Nach der Bekanntgabe der Grünen-Kanzlerkandidatur Annalena Baerbocks ging es für die Partei in Umfragen erst einmal hoch hinaus. Noch Anfang Mai lag die Öko-Partei mit der Union im Stimmungsbild vor der Bundestagswahl im September gleichauf - und setzte sich zeitweise gar ab. Auch Baerbock erhielt als mögliche Merkel-Nachfolgerin viel Zuspruch. Doch aktuelle Umfragen beenden den Höhenflug erstmal. Im Sonntagstrend rutschen die Grünen hinter die Union.

Wöchentlich erhebt das Meinungsforschungsinstitut INSA für die Bild-Zeitung eine Meinungsumfrage und will wissen: „Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, wie würden Sie wählen?“ Mit 22 Prozent und dem Verlust eines Prozentpunkts im Vergleich zur Vorwoche liegt die Partei die Grünen derzeit hinter der Union. Diese kann mit einem Zustimmungswert von 25 Prozent aufwarten und binnen sieben Tage um einen Prozentpunkt zulegen. Somit liegt die Partei von Bundeskanzlerkandidatin Annalena Baerbock drei Prozentpunkte hinter CDU und CSU. Dennoch bleibt es weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen der aussichtsreichsten Parteien im Superwahl-Jahr 2021.

Umfrage zur Bundestagswahl im September 2021: Baerbock, Scholz oder doch Laschet als Bundeskanzler:in?

Hinter den Grünen und der Union befinden sich die Sozialdemokraten mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Wäre kommenden Sonntag Bundestagswahlen, würden sich im aktuellen Sonntagstrend 16 Prozent der Befragten für die SPD entscheiden. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Woche zuvor. Die FDP hält den Wert und liegt bei 13 Prozent. Die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland stagniert bei 12 Prozent. Die Linken können einen Prozentpunkt dazu gewinnen und kommen auf sieben Prozent.

Noch eine weitere interessante Frage wird beim aktuellen Sonntagstrend beleuchtet. Die der Kanzlerkandidat:innen direkt. „Wer soll Kanzler bzw. Kanzlerin werden“, wollen die Meinungsforscher wissen. Bei einer Direktwahl würden sich 19 Prozent der befragten Personen für die 40-jährige Baerbock entscheiden (Minus ein Prozentpunkt), knapp gefolgt vom SPD-Politiker und derzeitigen Bundesfinanzminister Olaf Scholz, der seinen Wert von 18 Prozent behält. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet legt um einen Prozentpunkt zu und erhält 16 Prozent. Unter den aussichtsreichsten Kandidat:innen für die Nachfolge der 16-jährigen Kanzlerschaft Angela Merkel bildet der CDU-Politiker damit das Schlusslicht.

Wichtig: Umfragen zeigen nur eine Momentaufnahme, das bedeutet, dass sich bis zur Bundestagswahl im September noch vieles verändern kann. Abhängig von Erhebungsmethode, Teilnehmer:innen und Befragungszeitraum können sich die Ergebnisse einzelner Umfragen unterscheiden. (aka)

Hinweise zur Umfrage

Das Meinungsforschungsinstitut INSA hat für die Bild am Sonntag vom 25. Mai bis zum 28. Mai 1301 Menschen befragt und wollte wissen, auf wen die Wahl fiel, würde am kommenden Sonntag gewählt werden. Zusätzlich wurden am 28.5.2021 1001 Menschen befragt. Dabei wurde folgende Frage gestellt: „Angenommen, Sie könnten den Bundeskanzler bzw. die Bundeskanzlerin direkt wählen und hätten die Wahl zwischen Armin Laschet von der CDU, Annalena Baerbock von den Grünen und Olaf Scholz von der SPD: Für wen würden Sie sich entscheiden?“

Auch interessant: Die Pläne der Kanzlerkandidatin Baerbock sorgten für reichlich Diskussion in den letzten Wochen. Laut einer Umfrage stimmen ein Großteil der Deutschen ihr bei einigen Punkte zu.

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